Klosterneuburg

Erstellt am 11. August 2016, 07:25

von Claudia Wagner

Parken im Zentrum verboten?. Kurzparkzone und Privatparkplätze erhitzen die Gemüter. Ortsvorsteher Johann Fanta erklärt: Nur 15 Stellplätze davon betroffen.

Auf dem Privatgrund der Stadtgemeinde vor dem Ärztezentrum sind nun sieben Stellplätze, die monatlich privat vermietet werden. Die restlichen sechs Plätze können kostenlos genutzt werden.  |  NOEN, Wagner

„Neben der Kirche ist der Teufel los!“ – so fasst Wolfgang Werner die Parksituation im Ortszentrum zusammen. Man finde kaum mehr einen Stellplatz für seinen Pkw, da es nun Privatparkplätze und die Kurzparkzone gibt.

„Wenn der Neubau bezogen wird, dann wird es ganz lustig“, belächelt Werner die Parksituation im Herzen Kierlings. Vor allem Patienten des Ärztezentrums seien nun die Leidtragenden dieser Neuerung. Für sie hat Werner einen zynischen Rat: „Lassen Sie sich mit der Rettung hinkutschieren!“

Privatparkplätze monatlich vergeben

Welche Parkplätze nun tatsächlich privat oder kostenpflichtig sind, ist für viele Kierlinger nicht ersichtlich. Ortsvorsteher Johann Fanta versucht nun, Klarheit zu schaffen. Er betont, dass die Fläche vor dem Ärztezentrum Privatgrund der Stadtgemeinde Klosterneuburg ist. Sieben Parkplätze auf dieser Fläche werden monatlich vergeben, wie Fanta erklärt: „Jeder kann die Privatparkplätze um 42 Euro pro Monat mieten. Zwei sind noch frei.“

Die restlichen fünf Stellplätze und ein Behindertenparkplatz sind zwar ebenfalls auf Privatgrund, dürfen aber „bis auf Widerruf“ genutzt werden, wie ein Hinweisschild verspricht. Auf den insgesamt sechs Plätzen können Lenker legal parken – gratis und so lange sie wollen, ebenso wie auf den neu gekennzeichneten Plätzen Richtung Stellwiesen und Dietschen.

Eineinhalb Stunden für 1,50 Euro

Einzig die Stellplätze beim Grünen Baum sind Kurzparkzone. Fanta: „Mit Schulbeginn, wenn die Bauarbeiten von den Wohnungen fertiggestellt sind, werden dort acht Kurzparkplätze sein, die zeitlich begrenzt sind auf eineinhalb Stunden.“ Die Tarife der Stadt gelten auch in der Katastralgemeinde: 90 Minuten Parken für 1,50 Euro, 15 Minuten sind gratis. Gebührenpflichtig sind nur diese acht Plätze, versichert Fanta.

Für die neuen Mieter beim Grünen Baum stehen hingegen 22 eigene Garagen-Plätze – einer pro Wohneinheit – zur Verfügung. Eine Garantie, dass die Bewohner die Abstellplätze nutzen, gibt es nicht. „Das ist ein rechtliches Problem“, meint der Ortschef, „denn die Wohnungsmieter sind nicht verpflichtet, die Abstellplätze zu nehmen.“ Mit den neuen Maßnahmen hat die Stadt versucht, das Maximum herauszuholen: „Mehr Platz hat die Gemeinde nicht“, schließt Fanta ab.