Erstellt am 09. Februar 2016, 04:23

Kleinod mit Geschichte. „Der Erzherzogshut - 400 Jahre Krone für Österreich“ ab 5. März in „Sala terrena“-Galerie und Schatzkammer.

Im Mittelpunkt der Jahresausstellung 2016 im Stift: der geschichtlich bedeutsame Erzherzogshut.  |  NOEN, Foto: Rita Newman
Vor 400 Jahren übergab Erzherzog Maximilian III. dem Stift Klosterneuburg ein Kleinod zur Aufbewahrung: Den österreichischen Erzherzogshut, dem im Rahmen der barocken Erbhuldigungszeremonien große Bedeutung zukam. Gold, Email, Edelsteine, Perlen, Samt und Hermelin: Die edelsten Materialien wurden verarbeitet, um auch den entsprechenden materiellen Wert des Objekts zu unterstreichen. Seinen letzten offiziellen „Auftritt“ hatte der Hut 1989 beim Begräbnis von Zita, der letzten Kaiserin von Österreich.

Die Ausstellung „Der Erzherzogshut - 400 Jahre Krone für Österreich“ (Sala terrena Galerie und Schatzkammer) dokumentiert von 5. März bis 15. November Geschichte und sakrale sowie politische Bedeutung des Hutes. Ausführlich behandelt wird die Erbhuldigung mit ihrem typisch barocken Zeremoniell. Da die Erbhuldigungen für Joseph I., Karl VI. und Maria Theresia in großen Kupferstichwerken außerordentlich gut dokumentiert sind, kann man alle Stationen des Festzuges und die zahlreichen Ehrenämter, die dabei in Funktion waren, nachvollziehen.

Anlässlich der Ausstellung wird es auch Sonderveranstaltungen geben, wie zum Beispiel ein Konzert mit dem britischen Vokalensemble „The Queen‘s Six“ am 28. Juli. Die sechs Sänger lassen ihre Stimmen beinahe täglich in der Schlosskapelle von Windsor Castle und bei royalen Empfängen erklingen.