Klosterneuburg

Erstellt am 03. April 2017, 10:47

von NÖN Redaktion

Ausstellung: Fotografien an unmöglichen Orten. „Closed Cities und andere Orte“ heißt die aktuelle Ausstellung von Gregor Sailer in der Vinothek Stift Klosterneuburg.

Gruppenbild mit Fotograf: Abgeordneter zum Landtag Christoph Kaufmann, Stiftskurator Wolfgang Christian Huber, Künstler Georg Sailer, Weingutsleiter Wolfgang Hamm und Kämmerer Walter Simek (v.l.).  |  Hanzmann

In der Vinothek des Stiftes Klosterneuburg zeigt der Fotograf Gregor Sailer, in Reihe „Fotokunst in der Vinothek“, ab Donnerstag 30. März bis 30. Juli 2017 einen Querschnitt durch seine bisherigen Fotoserien.

Gregor Sailer, Träger des St. Leopold-Friedenspreises, zeigt in der Vinothek einen Querschnitt durch seine bisherigen Fotoserien. Für seine Projekte sucht er bewusst „unmögliche“ Orte auf. Dort entstehen monumentale, streng komponierte Bilder, in denen er das künstlerische meisterhaft und gesellschaftskritisch perfekt miteinander zu verbinden weiß.

Extreme Orte, extreme Strapazen

Für seine Fotoprojekte sucht Gregor Sailer extreme Orte auf der ganzen Welt auf und scheut dafür weder bürokratische noch körperliche Strapazen. Dort entstehen aber keine Reportagen im herkömmlichen Sinn, sondern künstlerische Fotoserien.

Bilderserie der ausgestellten Fotos in der Vinothek des Stiftes Klosterneuburg  |  NOEN

Das Thema der Ausstellung in der Vinothek ist unter Bezugnahme auf den Keller als Ort der Weinproduktion der geschlossene, bevorzugter Weise unterirdische Raum. Dieses Motiv beschäftigt den Künstler seit etlichen Jahren und hat seinen Niederschlag in mehreren Werkzyklen gefunden.

„Subraum“ zeigt unterirdische funktionale Räume mit der ihnen eigenen Ästhetik, „The Box“ die geheime, bis heute für die Öffentlichkeit nicht zugängliche „Messerschmitthalle“ aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges in einem Tiroler Bergwerk und „Aqua“ Kavernen und Maschinenhallen von Wasserkraftwerken.

Doch die Abgeschlossenheit kann sich auch im Freien finden. Ein guter Teil der Fotos der Serie „Closed Cities“ sind Außenaufnahmen. Doch sie zeigen Orte, deren Zugang für normale Menschen verwehrt ist und die nach dem Willen der Betreiber offiziell gar nicht existieren.