Klosterneuburg

Erstellt am 20. Oktober 2016, 05:30

von Claudia Wagner

Die Weinstadt mit Bier erobern. Nach einem Jahr zieht das Klosterneuburger Unternehmen in der Wiener Straße Bilanz: Über 10.000 Liter Bier wurden produziert.

Das Bockbier, die neue Kreation von Christoph Lechner, Georg Vogl undMatthias Marek (v.l.), reift noch im Kühlhaus. Beim Leopoldifest könnenBesucher die neue Sorte probieren.  |  Wagner

Der Plan war lange nur in den Köpfen – vor einem Jahr haben Georg Vogl, Matthias Marek und Christoph Lechner ihren Herzenswunsch schließlich in die Tat umgesetzt. Die drei Klosterneuburger eröffneten ihre eigene Brauerei in der Wiener Straße 140.

„Die Idee hat jeder schon einmal gehabt“, erinnert sich Vogl. Alleine wagten sie den Schritt aber nicht. Beim Wochenmarkt am Stadtplatz kamen die Babenbergerstädter dann ins Gespräch und erkannten: Gemeinsam können sie ihren Traum vom
eigenen Bier verwirklichen.

Ein Bier von Klosterneuburgern für Klosterneuburger

Seit einem Jahr läuft die Produktion auf Hochtouren. Über 10.000 Liter unfiltriertes Bio-Bier erzeugte das „Braugut“. Verkauft wird der Gerstensaft am Wochenmarkt, im Braugut und in einigen Geschäften in der Babenbergerstadt (siehe Infobox).

Der Lokal-Bezug ist den Bierbrauern wichtig. Vogl: „Wir sind ein Klosterneuburger Unternehmen, von Klosterneuburgern für Klosterneuburger.“ Die Verbindung zur Heimatstadt ist auch auf den Flaschen deutlich erkennbar.

Bier, das einem Markgraf würdig ist

Denn neben Pils und Märzen produziert das „Braugut“ zwei weitere Sorten mit waschechten Klosterneuburger Namen: das kräftige und hopfige „Leopold“- sowie das milde und malzige „Agnes“-Bier. Der nach der Markgräfin benannte Hopfentrank ist „sehr süffig und spricht Weintrinker an“, erklärt Lechner, „unser Ziel ist es, in der Weinstadt auch Bier zu situieren.“

Wer lieber kräftigeres Bier trinkt, kommt beim Leopoldifest auf seine Kosten: Da präsentieren Vogl, Marek und Lechner nämlich ihr neues Bockbier, das derzeit noch im Kühlhaus reift. Am Ende ihrer Brau-Ideen ist das Trio aber noch lange nicht. „Die Namen ,Leopold‘ und ,Agnes‘ haben wir ausgewählt, weil sie viele Kinder hatten, nach denen wir zukünftige Biere benennen können“, schmunzelt Lechner.

Aber nicht nur für ein vielfältiges Angebot schmieden die Bierbrauer schon große Pläne, sondern auch für ihr Unternehmen: Die Produktionszahlen sollen sich 2017 nämlich verdoppeln, Hopfen möchte das Trio irgendwann selbst anbauen. Das größte Ziel für die nächsten Jahre hat Lechner schon vor den Augen: „Wir möchten unser Bier ins Fass bringen und auch die Klosterneuburger Gastronomie erobern.“