Klosterneuburg

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:25

von Christoph Hornstein

Gemeinderatsbeschluss: Es gibt wieder ein Höfefest. Nach der Zusage der Stadtgemeinde für eine Förderung mit 20.000 Euro ist das Fest heuer offiziell gesichert. FPÖ lehnt die Subvention geschlossen ab.

Die NÖN ist beim Höfefest 2016 wieder mit einem eigenen Stand dabei. Die NÖN-Luftballons und NÖN-Fahnen werden am 10. September am Rathausplatz nicht zu übersehen sein.    |  NÖN

Jetzt ist es offiziell: Das Höfefest findet heuer wieder statt. Das hat der Gemeinderat nun mehrheitlich beschlossen. Zwar mit den Gegenstimmen der FPÖ, aber ohne Debatte beschloss die Mehrheit in der letzten Gemeinderatssitzung eine Subvention des Höfefestes mit 20.000 Euro.

FP: „Wieder fressen, saufen, tralala“

Nahezu jede subventionierte Belustigung der Bürger ist für die FPÖ – Stadtrat Pitschkos legendärer Sager: „Fressen, saufen, tralala“ – ein Dorn im Auge. So wurde von den Blauen auch dieses Mal geschlossen gegen eine Subvention des Höfefests durch die Stadtgemeinde gestimmt. Alle anderen Mandatare waren dafür, was bedeutet, dass das Höfefest am Samstag, 10. September stattfinden wird.

Nach dreijähriger Pause soll es nun wieder periodisch – ob jährlich oder alle zwei Jahre steht noch nicht fest – Höfefeste in Klosterneuburg geben. Für Veranstalter Michael Bauer vom Verein „KunstVergnügen“ ein schöner Moment: „Die Beharrlichkeit unseres kleinen Teams über Jahre, geleitet von Enthusiasmus, zahlt sich also doch aus. Klosterneuburg bekommt sein Höfefest wieder.“

Nur durch die Subvention sei es wieder möglich. 2014 scheiterte die Durchführung an 3.000 Euro. Denn die großen Sponsoren gibt es nicht mehr. Bauer dazu: „Die Wirtschaftslage ist momentan eine schwierige. Gerade im Banken- und Versicherungswesen. Die Summen, die früher bezahlt wurden, gibt es heutzutage nicht mehr.“ Trotzdem kann auch das Höfefest nicht alleine durch die Subvention der Stadtgemeinde am Leben gehalten werden.

Höfetickets für zehn bis zwölf Euro

Mit mehreren kleinen Geldspritzen aus der Wirtschaft, aber auch durch ein Eintrittsgeld wird das zweitgrößte Spektakel Klosterneuburgs heuer durchgeführt. Bauer: „Es wird ein Höfefest-Ticket geben. Der Preis wird in etwa zehn bis zwölf Euro sein. Mit diesem Ticket kann man alle Veranstaltungen in den Höfen besuchen. Für Kinder ist der Eintritt frei.“ Dafür bekommt man aber auch einiges geboten: Rund 150 verschiedene Künstler werden ihre Programme zum Besten geben.

Auch ein neuer Hof öffnet 2016 seine altehrwürdigen Tore: Der Kremsmünsterhof in der Martinstraße. „Mein Dank gilt vor allem den Höfebesitzern“, so Michael Bauer, „sie haben so lange warten müssen und sind jetzt alle begeistert, dass es wieder ein Höfefest geben wird.“

Ob der Veranstalter erfolgsmäßig dort anknüpfen kann, wo er vor drei Jahren aufgehört hat, ist auch für Bauer nicht einzuschätzen: „Ich habe das Gefühl, das Interesse ist ungebrochen.“

Auf der Hauptbühne am Stadtplatz wird diesmal eine Rockabilly-Formation das Abschlusskonzert geben. Als weiteres Highlight hat Mercedes Echerer mit ihrem neuen Programm in der Orangerie zugesagt. „Abgesehen von der finanziellen Hilfestellung wäre das Fest ohne die Logistik der Stadtgemeinde nicht durchführbar“, ist Bauer dankbar.

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