Klosterneuburg

Erstellt am 06. Juli 2017, 05:54

von Christoph Hornstein

Kein Strandbadfest 2017: "Verstehe Sturheit nicht!". Seinen Antrag auf Durchführung des Strandbadfestes untermauerte Gemeinderat Hofbauer mit 600 Unterschriften. Schmuckenschlager: „Für heuer zu kurzfristig.“

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Mit einem Dringlichkeitsantrag, gestellt am letzten Freitag bei der Gemeinderatssitzung, wollte Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Hofbauer) die Durchführung des Strandbadfestes doch noch erreichen. Abgeblitzt. Es wird heuer definitiv gecancelt.

„Wie zu erwarten und zu befürchten, bin ich trotz eindringlichen Appells und unter Hinweis auf rund 600 Unterschriften mit meinem Strandbadfest-Antrag nicht durchgekommen“, zeigt sich Hofbauer nicht überrascht, „ich kann die Sturheit des Bürgermeisters nicht verstehen. Er verärgert mindestens 4.000 Klosterneuburger. Für viele war das Feuerwerk der Höhepunkt des Sommers in Klosterneuburg.“

Auf Fragen betreffend die Aufgaben der Bäderverwaltung – sie wäre laut Aufgabenbeschreibung für die Durchführung des Strandbadfestes zuständig – hat Hofbauer keine Antwort bekommen. Hofbauer: „Wenn die Bäderverwaltung im Winter bereits begonnen hätte, das Strandfest zu organisieren, wäre es sicher möglich gewesen, mit einem Kostenaufwand von 15.000 Euro auszukommen.“

Planung für 2017 zu kurzfristig

Nach der Kostenaufstellung der Gemeinde für das Strandfest 2016 ergab sich für die Gemeinde ein Defizit von mehr als 23.000 Euro. Einnahmen aus der Überlassung von Ständen und Zahlungen von Sponsoren flossen dem privaten Veranstalter zu. Dies hob FPÖ-Stadtrat Josef Pitschko hervor: „Das unterstützt die Vermutung, dass es dem privaten Veranstalter gelungen ist, die Ausgaben für das Strandfest dem Steuerzahler aufzubürden und Einnahmen in die eigene Tasche zu stecken.“

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager freut sich über Hofbauers Initiative, für heuer sei es aber einfach zu kurzfristig. „Nächstes Jahr werde ich Hofbauer aber frühzeitig einbinden und um die Organisation freiwilliger Mitarbeiter bitten. Dann könnte es wieder ein Strandbadfest wie früher geben.“