Erstellt am 25. September 2015, 07:02

von Martin Gruber-Dorninger

Seit 125 Jahren im Einsatz gegen Feuer. Die Stiftsfeuerwehr hielt den Abschnittstag des Bezirks ab. Gratulanten und Bewunderer stellten sich reihenweise ein.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Bezirksfeuerwehrkurat Augustiner-Chorherr Pius Feiler, Propst Abtprimas Bernhard Backovsky, der Kommandant der Betriebsfeuerwehr Oberbrandinspektor Karl Eibensteiner, Bezirkshauptmann Andreas Strobl und Kämmerer Walter Simek beim Abschnittsfeuerwehrtag im Stift Klosterneuburg.  |  NOEN, Stift Klosterneuburg
Tatütata, die Feuerwehr ist da“, und das im Stift Klosterneuburg schon seit 125 Jahren. Um diese lange Zeitspanne gebührend zu ehren, wurde der diesjährige Feuerwehr-Abschnittstag von der Stiftsfeuerwehr am Stiftsplatz ausgetragen.

Zahlreiche Gäste kamen zur Festmesse mit anschließendem Festakt und Frühschoppen. Im Rahmen des Festaktes wurde vom Propst des Stiftes, Abtprimas Bernhard Backovsky, eine in Holz geschnitzte Skulptur des heiligen Sankt Florian an die Betriebsfeuerwehr des Stiftes übergeben. Zum 125-jährigen Jubiläum gratulierten auch Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, der Abgeordnete zum NÖ Landtag Willibald Eigner und Bezirkshauptmann Andreas Strobl.

Alle Gratulanten betonten die vorbildhafte Wirkung und außerordentliche Bereitschaft der stiftlichen Betriebsfeuerwehr. Denn über mangelnde Arbeit kann sich die Mannschaft wirklich nicht beklagen. Gilt es doch für die 24 Mann (sieben Reservisten) starke Truppe und eine Fläche von 36.000 Quadratmetern mit über 1.200 Brandmeldern ständig im Auge zu behalten. Bei den jährlich rund 30 Ausfahrten sind es in den meisten Fällen jedoch nur Täuschungs- oder Fehlalarme.

Große Aufgaben für eine tüchtige Feuerwehr

Ohne die Betriebsfeuerwehr, die sich aus den Mitarbeitern des Stiftes und einem Augustiner-Chorherren zusammensetzt, wäre das Stift nicht nur um eine gute und eingeschworene Truppe ärmer, sondern auch das
Sicherheitskonzept des Stiftes wäre so nicht denkbar. Die Feuerwehrleute sorgen täglich für die Brandsicherheit und übernehmen in den rund 350 Einsatzstunden pro Jahr auch andere wichtige Aufgaben wie beispielsweise Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen und Ordnerdienste.

Nach dem Festakt und der Festmesse ging es unter der musikalischen Begleitung der Stadtkapelle Klosterneuburg zum Frühschoppen in den Binderstadl.

Fakten

Gründung: Im Mai 1890 vom hochwürdigen Stiftskämmerer Gilbert Gürsch.
Entwicklung: Am Beginn stand eine von Pferden gezogene Feuerspritze, 1929 wurde eine Motorspritze angeschafft, 1945 das erste eigene Auto (ein „Morris“).
Ausrüstung heute: ein Kleinlöschfahrzeug, ein Kommandofahrzeug.