Klosterneuburg

Erstellt am 09. Juli 2017, 05:05

von Christoph Hornstein

Stadtmarketing-Workshop: Wo waren die Politiker?. Ein Workshop für Politiker sollte es werden, aber gekommen ist fast keiner. Der Verein Stadtmarketing geht trotzdem weiter den Weg der Verständigung mit der Politik.

Stadtmarketing-Workshop leider fast ohne Politiker und in der Hoffnung, dass es beim nächsten im August besser wird.  |  NOEN, Stadtmarketing

Der Verein „Stadtmarketing Klosterneuburg“ ist gegründet, und die seit Anfang April 2017 betriebene Geschäftsstelle im Happyland erfreut sich nicht nur größter Beliebtheit bei den Touristen, sondern auch bei den Bürgern. Somit war es an der Zeit, einen weiteren großen Schritt in Richtung Zukunft zu planen.

Auf Initiative von Neos-Chef Walter Wirl und Gemeinderat Leopold Kerbl wurde erstmals in der politischen Geschichte Klosterneuburgs ein Workshop ins Leben gerufen, der der Politik einerseits die Möglichkeit gab, einen weitreichenden Einblick in den Verein und seine Tätigkeit zu werfen und andererseits die eigenen Vorstellungen von dessen Aufgaben mit einzubringen.

Das Stadtmarketing, bis dato operativ noch in der Stadtgemeinde angesiedelt, soll nämlich in Zukunft ebenso in den Verein ausgelagert und professionell gemanagt werden. Zu diesem Zweck wurde der Workshop unter neutraler Moderation von Thomas Friedschröder geleitet, was für einen effizienten Workflow mit Ergebnissicherung sorgte.

Die Teilnehmer arbeiteten mit Enthusiasmus über drei Stunden an den Zieldefinitionen und Erfolgsparametern. Ein zweiter Workshop zur Erarbeitung konkreter Maßnahmen für das Stadtmarketing wurde für August vereinbart. Diese Maßnahmen (vorbehaltlich der Budgetierung) sollen als Auftrag der Politik an den Stadtmarketingverein zur Umsetzung dienen.

Wenig Interesse bei der Politik

Geladen waren alle Gemeinde- und Stadträte. „Leider haben fast alle politischen Vertreter – außer die im Vorstand vertretenen – die Teilnahme abgelehnt. Schade, denn genau hier hätten jene den von ihnen immer geforderten Einblick in die Vision des Vereins und deren Umsetzung erhalten und selbst Ideen und Vorstellungen einbringen können,“ bedauert Schriftführer Friedrich Oelschlägel.

Immerhin wurden 2013 im Gemeinderat das Leitbild und das Strategiekonzept des Standortmanagements mit bloß zwei Gegenstimmen beschlossen, in welchem die Auslagerung und Neupositionierung des Stadtmarketings aus der zu starren Stadtverwaltungsstruktur ausdrücklich vorgesehen ist, um ein flexibleres Arbeiten zu ermöglichen.

„Es bleibt zu hoffen, dass dieses Modell der politischen Willensbildung in Zukunft doch vermehrt von den Mitgliedern des Gemeinderates genutzt wird. Eine nächste Chance gibt es im August“, so Oelschlägel.