Klosterneuburg

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:27

von Martin Gruber-Dorninger

Strafzettel: „Gibt keine Provision“. Ein Missgeschick führte zu einer unglücklichen Strafe wegen eines Parkvergehens. Sheriff zeigte kein Pardon.

zVg

Dagmar Leichtfried wohnt seit 45 Jahren in Klosterneuburg, doch was ihr in der Vorwoche passierte, das ärgert sie noch immer. Ein kleiner Park-Irrtum zog eine 18-Euro-Strafe nach sich.

Alles der Reihe nach. Dagmar Leichtfried traf sich mit einer Freundin und ihrer Tochter bei einem Kaffeehaus am Stadtplatz. Sie füllte ordnungsgemäß einen Parkschein aus. Als dieser abzulaufen drohte, schickte sie ihre Tochter zum Auto, um die Parkerlaubnis zu verlängern. Die 13-Jährige füllte aber einen Wiener Parkschein aus, und das hatte einen Strafzettel durch einen Parksheriff zur Folge.

Kein Pardon für Fehler

„Ich sagte meiner Tochter, sie möge zur Parkfrau gehen und die Umstände der Verwechslung erklären und um Stornierung der Organstrafverfügung bitten“, erklärt Dagmar Leichtfried in einem Mail an die NÖN-Redaktion. Die Dame kannte aber kein Pardon – zu Recht, wie auch Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager in einer Stellungnahme bemerkt: „Die Dame schreibt ja, dass ein Fehler begangen wurde, da kann man nachträglich keine Kulanz mehr geltend machen.“

Laut Leichtfried sei der Parksheriff nicht gerade freundlich mit ihrer Tochter umgegangen: „Die Art und Weise, wie sie hier agierte, ist mehr als traurig, auch wenn sie auf ihre ,Provision’ verzichten muss“, so Leichtfried. Schmuckenschlager stellt klar, dass kein Parksheriff auf „Provision“ Strafen verteile und die Konfrontation stets emotional ablaufen würde.

Dagmar Leichtfried ist dennoch erbost und fordert eine entsprechende Schulung der Parksheriffs in Sachen „Hausverstand“ und „menschliches Handeln“.