Klosterneuburg

Erstellt am 26. April 2017, 06:00

von Christoph Hornstein

LH Mikl-Leitner bekam Ständchen zur Angelobung. Klosterneuburger Stadtkapelle spielte bei Angelobung am Ballhausplatz für neue Landeshauptfrau auf.

Am Ballhausplatz dirigierte Johanna Mikl-Leitner am vergangenen Montag die Klosterneuburger Stadtkapelle. In Zukunft wird die neue Landeshauptfrau ganz Niederösterreich dirigieren.  |  NOEN, NLK Johann Pfeiffer

„Ein großer Tag nicht nur für mich, sondern auch für die ganze Familie“, so der erste Kommentar der neuen Landeshauptfrau.

Beim Verlassen der Präsidentschaftskanzlei wurde die frisch gebackene Landeshauptfrau von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager mit
einem Ständchen der Stadtkapelle Klosterneuburg überrascht: „Für sie sprechen Erfahrung, Fleiß und Herzlichkeit. Ideale Voraussetzungen für das neue Amt.“ Die Frage, ob sich das für Klosterneuburg positiv auswirken wird, stellt sich für Schmuckenschlager nicht: „Klosterneuburg ist eine besondere Stadt und in Niederösterreich von großer Bedeutung. Viele gemeinsame Projekte mit dem Land garantieren enge Zusammenarbeit.“ Ob Mikl-Leitner bei den Landtagswahlen 2018 an den Erfolg Prölls wird anschließen können? Schmuckenschlager: „Jede Wahl ist eine neue Herausforderung. Aber der ÖVP ist ein idealer Wechsel an der Spitze gelungen, und nun heißt es durch Arbeit zu überzeugen.“

„Ein großer Tag, nicht nur für mich, sondern auch für die ganze Familie.“ Landeshauptfrau Mikl-Leitner nach der Angelobung beim Bundespräsidenten

„Als Klosterneuburgerin und als erste Landeshauptfrau Niederösterreichs ist ihr zu gratulieren“, schließt sich der Fraktionschef der SPÖ, Stefan Mann, den Gratulanten an.

Kein gutes Haar lässt der Obmann der Klosterneuburg FPÖ, Josef Pitschko, an der neuen Landeshauptfrau: „Die bisherigen politischen Tätigkeiten der Johanna Mikl-Leitner kann ich sowohl unter kommunalpolitischen als auch unter bundes- und landespolitischen Aspekten nur als inferior beurteilen. Daher kann sie mich mit ihrer nächsten Tätigkeit als Landeshauptfrau nur mehr positiv überraschen.“

Grüne fordern modernes Demokratieverständnis

Entscheidend für die Klosterneuburger Grünen wird sein, ob Mikl-Leitner „auf Landesebene ein modernes Demokratieverständnis etablieren wird“, so Obmann Sepp Wimmer. Jeder Gemeinderat in diesem Land könne allein einen Antrag im Gemeinderat einbringen. Im NÖ Landtag bräuchte es aber sechs Landtagsabgeordnete, um einen Antrag einbringen zu können. Wimmer: „Das verurteilt kleine Fraktionen und einzelnen Gemeinderäte zu hilflosen Statisten.“

Die Kritik kam anscheinend schon im Vorfeld bei der neuen Landeshauptfrau an. Sie wolle ein „Miteinander mit allen Parteien, um viel für Niederösterreich zu erreichen“. Dazu gehöre, dass ein Demokratiepaket geschnürt, in den kommenden Wochen verhandelt und beschlossen werden soll.

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