Erstellt am 06. Januar 2016, 05:28

von Wolfgang Wallner

Auch die Halle wandelt sich.

Ah, die Wiener Stadthalle! Jahrzehntelang prägte der Bandenzauber über die Weihnachtsfeiertage das Fußballprogramm in Rot-Weiß-Rot. Und auch lange nach dem Ende der „goldenen Hallenära“ mit Prohaska & Co. schwingt immer ein bisschen Nostalgie mit, wenn Fußballfreunde an den Bandenkick denken. Nostalgische Gefühle, die oftmals enttäuscht werden.

Schneller ist das Spiel geworden, direkter und auch körperlich fordernder: Die Entwicklung, die der Fußball am Feld genommen hat, potenziert sich noch mal in der Halle. Da ist der Raum noch enger, noch schnellere Entscheidungen gefordert. Zeit für fünf Übersteiger und den „Feldherrenblick“ zur Analyse der Spielsituation bleiben da kaum mehr. Auch, wenn Klubs aus dem Amateurbereich im Einsatz sind wie beim traditionsreichen Gablitzer Turnier am Wochenende. Es wird heutzutage mehr gekickt als „aufgegeigt“. Es zählen Automatismen, Laufwege und Kombinationen mehr als individuelle Klasse. Am Rasen wie auch zwischen den Banden. Dem eleganten „Zeitlupenfußball“ von einst mag man nachtrauen. Zurückkommen wird er nicht mehr.

Der heutige Hallenfußball ist anders. Aber deswegen nicht schlechter. Eine Chance beim Publikum haben sich auch „Schneckerls“ Erben verdient. Schau‘n Sie sich das an …