Erstellt am 22. Juni 2016, 05:10

von Martin Gruber-Dorninger

Auf gute Nachbarschaft. Martin Gruber-Dorninger über die Wohnbauverdichtung in Klosterneuburg.

Dass die Bevölkerung wächst, ist kein Geheimnis. Vor allem rund um Wien steigen die Einwohnerzahlen der Gemeinden oftmals sprunghaft an. In Klosterneuburg sei dies hingegen nicht so, behauptet Stadtrat Christoph Kaufmann.

Dennoch täuscht der subjektive Eindruck nicht, dass in der Stadt überall gebaut wird. „Wohnraumverdichtung“ oder „Optimierung der Wohnbauflächen“ nennt sich das dann im Fachjargon. Das ist auf den ersten Blick auch vernünftig. Dort, wo bereits die Infrastruktur und die Bodenversiegelung vorhanden sind, sollte man bauen. Das spart Kosten und Energie. Da wird auch niemand so schnell zu brummen beginnen, es sei denn, es passiert etwas auf dem Nachbargrundstück.

Jeder Bau verursacht Folgen für die Umgebung. Wenn ein Bauklotz plötzlich einen Riesenschatten auf mein Grundstück wirft, dann ist Schluss mit lustig. Daher sollten auch die Nachbarn minutiös auf Bauvorhaben hingewiesen und in den Planungsprozess mit eingebunden werden. Urbanisierung hin oder her. Gute Nachbarschaft heißt hier eher die Devise.