Erstellt am 17. Februar 2016, 09:02

von Christoph Hornstein

Ausnahmen muss es geben. Der Papierkorb beim Würstelstand ist voll, denn der Bestellung einer „Haßn, mit Bugl und an 16er-Blech“ folgt jetzt gnadenlos das Klingeln der Registrierkassa und die Aushändigung eines Belegs.

Der Papierkorb beim Würstelstand ist voll, denn der Bestellung einer "Haßn, mit Bugl und an 16er-Blech" folgt jetzt gnadenlos das Klingeln der Registrierkassa und die Aushändigung eines Belegs.

Musiker fahren mit einer mobilen Registrierkassa seit Jänner zu ihren Abendveranstaltungen, wenn es Bares geben soll, und ob die Feuerwehr mit Registrierkasse zu ihren Festen ausrücken muss, wird noch heftig diskutiert.

Abgesehen davon, dass man mit der Registrierkassapflicht eine ganze Wirtschaftsbranche – nämlich die Gastronomen – der Steuerhinterziehung verdächtigt, ist es schon gut, dass der Staat darauf schaut, dass brav versteuert wird. Aber wenn sich jetzt die Winzer für ihr Weinfest auf der Wiese zusätzlich zu ihrem Standgerät auch noch eine mobile Registrierkassa kaufen müssen, geht das wohl zu weit. Na da gibts halt dann keine Feste mehr. Wollen das die Erfinder?

Jedes Gesetz ist nur so gut wie seine Anwendbarkeit. Und da muss es wohl dann auch die berühmen Ausnahmen geben.