Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:23

von Martin Gruber-Dorninger

Ernüchterung folgte Vision. Martin Gruber-Dorninger über den Radwegestreit.

Die Erstellung eines Budgets gleicht auch einem Blick in die Zukunft oder dem in eine Kristallkugel. Was wird das Jahr bringen? Lassen sich alle kalkulierten Posten so einhalten? Wer weiß schon, ob ein Müllwagen den Geist aufgibt oder wie schneeintensiv ein Winter wird?

Menschen gehen in die Politik, weil sie etwas verändern wollen, eigene Visionen sollen verwirklicht werden. Das hat sich Johannes Kehrer (PUK) sicher auch gedacht. Als er dann zum Verkehrsstadtrat auserkoren wurde, wähnte er sich seinem Ziel, seine Expertise als Verkehrsfachmann einzubringen, sicher schon nahe.

Vor allem die Radwege und deren Ausbau sind der PUK seit jeher ein Anliegen. Als er dann am Verhandlungstisch erfuhr, dass das Radwegbudget halbiert wurde, folgte die Ernüchterung. Klosterneuburg verfügt 2016 über ein Budget von 86,7 Millionen Euro, 40.000 davon wurden zum Zankapfel. Die eine Seite will sich politisch einbringen, die andere, sprich Finanzplaner, will sparen. Ob die 40.000 Euro das Budget nun wirklich besser aussehen lassen ist zu bezweifeln.