Erstellt am 03. Februar 2016, 05:03

von Claus Stumpfer

Geheimnis der Auferstehung. Claus Stumpfer über den heuer wieder erstarkten ASV Badminton Pressbaum.

Nach dem zweiten Staatsmeistertitel der Klubgeschichte (2011/12) verließ Teamleader Roman Zirnwald den ASV Pressbaum. Die großteils junge Truppe fiel auf sich allein gestellt in ein Loch, aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben schien. Drei Jahre lang befand man sich in der Badminton-Bundesliga im erbitterten Abstiegskampf.

Hauptgrund, warum man in der höchsten Spielklasse keine Chance mehr hatte, war der dünne Kader, der in Kombination mit vielen Verletzungen für die Dauermisere sorgte. Als im Sommer 2015 mit Werner und Brigitte Langthaler wieder zwei Vollprofis die sportliche Leitung an sich rissen, war klar, dass hier der Hebel angesetzt werden musste. Als Trainer Boychinov anbot, zwei junge Bulgaren mitzubringen, um den Kader zu verbreitern, waren die Langthalers sofort Feuer und Flamme.

Und bis auf eine Ausnahme, als Bittenauer krank war, konnten die Pressbaumer heuer immer vollzählig antreten — das gab die nötige Kompaktheit. Dazu kam der Respekt der Spieler untereinander, obwohl plötzlich nicht mehr immer alle die von ihnen erhofften Einsätze hatten. Aber die Spieler zeigten auch Respekt vor jedem Gegner, und das alles zusammen hat dazu geführt, dass Pressbaum bereits zwei Runden vor Ende des Grunddurchgangs über den Einzug ins obere Play-off jubeln kann.