Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von Christoph Hornstein

Geschäft mit Flüchtlingen?. Christoph Hornstein über die Idee, das Park Hotel zum Flüchtlingsquartier zu machen.

In Zeiten, in denen gegen Flüchtlinge gehetzt wird, in denen mit der verständlichen Angst der Bevölkerung über den nicht abreißen wollenden Flüchtlingsstrom nach Europa politisches Kleingeld gemacht wird, fällt es schwer, etwas gegen Flüchtlingsquartiere zu schreiben. Und wenn es keine anderen Quartiere mehr gibt, warum sollte man nicht ein Vier-Sterne-Hotel anbieten?

Hinterfragt man allerdings die gesamte Transaktion, können Zweifel aufkommen. Da wird noch vor den Verhandlungen der Eigentümer mit dem Innenministerium der aktuelle Pächter gekündigt, obwohl die Auslastung des Hotels nicht schlecht war. Kann sie auch nicht gewesen sein, denn gäbe es sonst ein Angebot des Wiedereinstiegs auch um mehr Pacht? Der Verdacht drängt sich auf, dass die Aufnahme von 260 Flüchtlinge ein besseres Geschäft ist als der normale Hotelbetrieb. Wenn das so wäre, dann wird an der allerärgsten Not von Menschen verdient.

Von den Hotel-Eigentümern konnte seitens der NÖN niemand vor Redaktionsschluss erreicht werden. Nehmen wir also erst einmal an, es handelt sich dabei um einen Akt der Nächstenliebe.