Erstellt am 10. November 2015, 10:13

Höhenflug im Ansatz erklärt. Wenn sich der sportliche Leiter des ASV Badminton Pressbaum bloß als „Chauffeur“ des Teams bezeichnet, dann ist das Understatement. Wie anders als durch sein Zutun läuft das „Werkl“ endlich wie geschmiert?

 |  NOEN

Wenn sich der sportliche Leiter des ASV Badminton Pressbaum bloß als „Chauffeur“ des Teams bezeichnet, dann ist das Understatement. Wie anders als durch sein Zutun läuft das „Werkl“ endlich wie geschmiert?

Man täte Langthaler aber unrecht, würde man ihm den Verrat lange vor sich her getragener Werte vorwerfen. Denn dass der Klub, der jahrelang die Legionärsflut anderer Klubs kritisiert hat, nun selbst über drei starke Bulgaren verfügt, steht nur oberflächlich betrachtet im Widerspruch zur bisherigen Philosophie. Dass „Legionäre“ bei anderen Vereinen spielen, war nämlich nie das Problem für die Pressbaumer. Langthaler hat immer betont, dass ausländische Spieler in der Bundesliga erst ein Kräftemessen auf dem Niveau erlauben, das man sonst nur bei internationalen Turnieren vorfindet. Bei der Verpflichtung von Legionären darf es für ihn aber eben primär nicht ums Geld gehen, sondern vielmehr darum, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten als sportlich sinnvoll akzeptiert ist.

Dazu gehört, dass die Legionäre wochenweise auch immer wieder in Österreich mit ihren (jungen) Teamkollegen trainieren. Boychinov und Co kommen definitiv nicht nur für die Bundesligaspiele angereist und somit sind sie eine echte Bereicherung, was den Höhenflug des ASV erklärt — wenn auch nicht ganz seine Rasanz.