Erstellt am 19. Mai 2016, 04:04

von Christoph Hornstein

In das Volk hineinhören. Christoph Hornstein über das Bauvorhaben in Weidling.

Klosterneuburg wäre nicht Klosterneuburg, hätte es nicht seine Baug’schichten. Jetzt ist in Weidling der Bau-Teufel los, und hört man sich die Geschichte an, kommt man nicht umhin, den Groll der Leute zu verstehen.

Natürlich wurde von der Stadtregierung klar kommuniziert, dass das alte Feuerwehrgrundstück bestens verwertet werden muss. Natürlich war das der Deal, um ein neues Feuerwehrhaus bauen zu können. Doch jetzt Bauklasse IV?

So etwas muss man, lange bevor es umgesetzt wird, kommunizieren und nicht sechs Wochen vor dem Gemeinderatsbeschluss durchpeitschen wollen. Und natürlich sind 3D-Modelle wichtig, denn die Menschen müssen sehen können, was auf sie zukommt.

Wahrscheinlich ist das Vorhaben nicht so schlimm. Durch die Geländeformation verschwindet das Ungetüm, und die umliegenden Wohnblöcke sind ja ohnehin nicht ein Herzeigeplatz Weidlinger Baukunst.

Aber wieder einmal versteht es die Politik nicht, die Sensibilität eines Themas zu erkennen und entsprechend zu handeln.

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