Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:38

von Claus Stumpfer

Jiu-Jitsu leider nicht olympisch. Robert Horak vom Goshindo-klub Pressbaum ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen. Immer wieder hören hoffnungsvolle Duo-Paare auf, weil Athleten in prekären Lebenslagen beruflich andere Wege einschlagen (müssen). Aber unermüdlich schweißt Horak Paare zusammen — mit dem Auge dafür, wer kämpferisch zusammenpasst.

Robert Horak vom Goshindo-klub Pressbaum ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen. Immer wieder hören hoffnungsvolle Duo-Paare auf, weil Athleten in prekären Lebenslagen beruflich andere Wege einschlagen (müssen). Aber unermüdlich schweißt Horak Paare zusammen - mit dem Auge dafür, wer kämpferisch zusammenpasst.

Nun gelang dem Pressbaumer Klub, was nie zuvor auch nur einer Nation gelungen ist: Bei der WM in Bangkok sicherten sich Horaks drei Duo-Teams der allgemeinen Klasse — Herren, Damen und Mixed — jeweils Gold. Im internationalen Kampfsport ist Horak damit eine Legende, in Österreich ringt er weiter um jeden Cent Subvention — denn Jiu-Jitsu ist nicht olympisch.

Zwar gibt es für den Polizeisport Nummer eins Förderungen vom Innenministerium, doch Horak vermisst den ÖOC, wenn es darum geht, Bestrebungen asiatischer Verbände zu unterstützen, Jiu-Jitsu olympisch zu machen. Dubai und die Emirate wollen dafür Millionen Dollar in die Hand nehmen! Würde Österreichs Jiu-Jitsu-Verband danach vom ÖOC nur soviel Geld bekommen, wie andere Randsportarten kassieren, die das Glück haben, olympisch zu sein, dann wäre Gold wohl sicher.