Erstellt am 17. Februar 2016, 05:10

von Wolfgang Wallner

Kein Mann für halbe Sachen.

Stefan Maierhofer ist immer für eine Überraschung gut. Stets war der Gablitzer ein echter "Typ", der seinen eigenen Weg ging. Und sich wenig darum pfiff, was die anderen sagten. Dass der baumlange Stürmer jetzt in der Slowakei anheuert, ist gerade in Maierhofers Fall keine Überraschung. Sondern eine durchaus reizvolle Entscheidung.

Mit 33 Jahren noch einmal in der 1. Liga zu spielen, vielleicht noch einmal den Titel zu holen: Überlegungen wie diese sind Maierhofer durch den Kopf gegangen. Der Schritt über die Grenze war für ihn einfach logisch. Nach einem halben Jahr Fußballpause will der „Major“ – mit frisch abgeschlossener Sportmanagementausbildung in der Tasche – noch einmal am Rasen angreifen. Beweisen muss er niemandem etwas.

Der Mann, der mit 20 noch in der Landesliga gekickt hat, nachdem er durch alle „Akademie-Raster“ gefallen war, hat aus seinem Potenzial das Maximum gemacht. Er hat die heimische Bundesliga mit Rapid gerockt, in Deutschland gekickt und neun Premier-League-Partien in England absolviert – nicht als „Rastelli“, sondern als Charakterkopf mit viel Wucht und Einsatz.

Für halbe Sache ist Maierhofer nicht zu haben — so wird er‘s auch in Trencin halten. Sonst würde er das Abenteuer nicht wagen.