Erstellt am 05. April 2017, 05:45

von Christoph Hornstein

Ein Anfang ist gemacht. Christoph Hornstein über die neue Raumordnungs-Novelle.

„Es soll ein Zeichen auch für Andere sein, dass man mit Privatinitiativen etwas erreichen kann“, so der Retter des Naturjuwels am Tutzsteig, der um einen Wohnbau zu verhindern, das Grundstück einfach kauft.

Klar, so geht’s auch. Wir Bürger kaufen alle freien Grundstücke der Stadt und verhängen unser persönliches Bauverbot. Keiner wird uns mehr einen Wohnsilo vor die Nase bauen, unserer Aussicht auf das Stift verstellen können, und keiner wird mehr ungute Nachbarn ertragen müssen.

Die Realität schaut allerdings anders aus. So lobenswert diese Einzelaktion, Grün im Zentrum zu erhalten, ist, sie wird nicht für jeden finanziell machbar sein. Daher brauchen wir sie ja doch, die Politiker, die für uns Verordnungen erlassen, die Klosterneuburg als Grünoase erhalten können.

Ein wichtiger Schritt dahin ist getan. Mit der Raumordnungs-Novelle kann nun verhindert werden, dass Wohnsilos im Zentrum errichtet werden. Mit dieser Neuerung hätte die Stadt zumindest die Möglichkeit gehabt auf die Größe des Tutzsteig-Baus einzuwirken.