Erstellt am 19. Juli 2017, 05:31

von Christoph Hornstein

Ein Bauernopfer ist zu wenig. Christoph Hornstein über die Verantwortlichkeit bei der Happyland-Sanierung.

So leicht wird sich die Politik nicht aus dem Staub machen können. Selbst wenn es formalrechtlich unumstößlich ist, dass die Geschäftsführung der Sportstätten GmbH bei etwaigen und jetzt schon aufgedeckten Sanierungspannen die Verantwortung trägt – es gibt ja noch so etwas wie die politische Verantwortung.

Denn von wem wurde Geschäftsführer Stefan Konvicka denn eingesetzt? Wer hat ihm denn den Generalplaner „Maurer & Partner“ aufs Aug‘ gedrückt und die Consultingfirma KPP? Ist der Geschäftsführer nicht dem Mehrheitseigentümer, also der Stadt, verantwortlich, nicht weisungsgebunden? Steht er nicht in einer wirtschaftlichen Abhängigkeit dem Eigentümer gegenüber?

Nein, so leicht kann man es sich nicht machen und wird man es sich auch nicht machen können. Wenn es also so sein sollte, dass der Rechnungshof im Prozedere der Sanierung und an der Ausführung grobe Mängel feststellt, wird auch die Politik den Kopf hinhalten müssen. Das Bauernopfer Konvicka – wie der Grüne Wimmer meint – genügt da sicher nicht.