Erstellt am 19. Oktober 2016, 04:10

von Christoph Hornstein

Nachschärfen ist angesagt. Christoph Hornstein über den Weidlinger Monsterbau und die Schutzzonen.

Die Einführung der Schutzzonen war sicher ein richtiger Schritt. Doch wie kann es dann passieren, dass mitten im historischen Weidlinger Ortskern ein moderner Wohnblock entstehen kann? Aber halt! Es fehlt ja noch die Bewilligung.

Die Schutzzonenverordnung sieht eine neutral besetzte Ortsbildkommission vor. Mit dieser arbeiten die Bauwerber zusammen, machen Vorschläge, verwerfen sie, machen wieder Vorschläge - bis Einigkeit herrscht. Nur nach dem OK wird der Bauwerber den Einreichplan zeichnen. Dieses OK ist laut Bauwerber gekommen.

Das daraus resultierende Gutachten dient der Baubehörde als Entscheidungsgrundlage. Wenn die Kommission ihr OK gegeben hat, ist es logisch, dass das noch fehlende Ortsbildgutachten mit der Entscheidung der Kommission konform ist, denn der Gutachter sitzt ja dort. Wenn gesetzlich alles passt, wird wohl auch die Baubehörde zustimmen.

Dass es da etwas nachzujustieren gibt, ist auch Schmuckenschlager klar, er will die Schutzzonenverordnung nachschärfen. Ja, da scheint wirklich Handlungsbedarf zu bestehen.