Erstellt am 27. Juli 2016, 05:04

von Christoph Hornstein

Wenn es um Minuten geht. Christoph Hornstein über die Umstellung der Chirurgie auf Tagesklinik.

Rund neun Millionen Euro kostete 2006 die Krankenhausversorgung den Steuerzahler. 5,4 Millionen musste die Stadtgemeinde für die Erhaltung berappen und 3,6 Millionen wurden in die neu gegründete NÖKAS-Umlage – das ist jener Betrag, den jede Gemeinde in das NÖ-Gesundheitssystem einzahlen muss – gesteckt. Da musste eine Lösung her. 2006 beschloss die Stadtgemeinde nach heftigen Debatten und Protesten, das Spital in die Hände des Landes zu legen.

Heute, zehn Jahre später, ist das Spital anscheinend wieder an einem Wendepunkt angekommen. Auch für das Land besteht die Order, wirtschaftlich zu handeln. Doch die Klosterneuburger wollen „ihr“ Spital, daran wird sich nichts ändern. Und das vollwertig.

Der Sparstift ist Gebot, wenn es nur nicht auf Kosten der Versorgung geht. Die Ungewissheit, bei gesundheitlich ernsthaften Attacken am Wochenende nicht so rasch wie möglich behandelt zu werden, macht den Klosterneuburgern eben zu schaffen. Verständlich, denn wer weiß, was passiert, wenn es um Minuten geht?