Erstellt am 02. März 2016, 05:29

von Claus Stumpfer

Palla fehlte etwas Unterstützung.

Viel kam zuletzt beim SV Gablitz zusammen. Ein Totalumbau der Mannschaft wurde vom Zaum gebrochen, der sich durch die Auflösung des SC Mauerbach zwar anbot, aus sportlicher Sicht aber nicht notwendig war — die Gablitzer hatten sich auch ohne Hilfe der Nachbarn tadellos in die Gebietsliga Nord/Nordwest eingefügt.

Dass sechs potenzielle neue Stammspieler gleich mit ihrem Trainer „angetanzt“ kamen, hat den eingesessenen Gablitzern sicher kein Vertrauen eingeflößt. Die Abgänge von arrivierten Kräften wie Avaliani und Jager, die sich selbst die Rolle des Spielertrainers zugetraut hätten, ist dahingehend zu deuten.

Dass zuletzt auch noch das Funktionärsgefüge bei den Gablitzern durch den vorübergehenden Rückzug von Obmann Andi Forche bröckelte, wurde für Palla zum Worstcase. In Mauerbach war er es gewohnt, von Obmann Gerald Schober auch in sportlicher Hinsicht stets Feedback zu bekommen.

Die Stagnation der Teamentwicklung bei den Tests würde dies erklären. Doch Ex-Trainer Roman Pichler versucht bereits, seinen guten Draht zu den Spielern einzusetzen — auch er hatte nach dem Tod seiner Frau eine Auszeit genommen. Wenn jetzt noch Forche seine Freude am Fußball wiederfindet, dann wird es mit vereinten Kräften gelingen, ein Team zu formen, das in der Gebietsliga besteht.