Erstellt am 06. Januar 2016, 09:48

von Daniel Wertheim

Rosige Zukunft trotz Pleite. In diesem Kommentar steckt eine Portion Wehmut. Wehmut, weil er mein vorläufig letzter für die NÖN sein wird. Wehmut, weil er nach so einer Pleite geschrieben werden muss. Wehmut aber auch, weil die Dukes sicher bald den „nächsten Schritt“ machen werden und ich diese Entwicklung wohl nur mehr als Fan mitverfolgen kann.

In diesem Kommentar steckt eine Portion Wehmut. Wehmut, weil er mein vorläufig letzter für die NÖN sein wird. Wehmut, weil er nach so einer Pleite geschrieben werden muss. Wehmut aber auch, weil die Dukes sicher bald den "nächsten Schritt" machen werden und ich diese Entwicklung wohl nur mehr als Fan mitverfolgen kann. Als ich vor über 13 Jahren bei der NÖN meinen Dienst antrat und 2004 auch begann über die Dukes zu schreiben, waren die Zeiten nicht rosig. Die Dukes wendeten den Konkurs gerade noch ab, bauten ein junges Team rund um einen Profi (Spencer Rhynes) vor 200 Fans in einer besseren Turnhalle auf und stiegen nur dank eines Konkurses von Feldkirch nicht ab.

Heute mischt der BK in den Top Fünf der Liga mit. Doch das alleine reicht den Fans nicht. Ist die Körpersprache, so wie gegen Wels, zu lasch, dann kommt auch von den Trommlern kein Support mehr.

Das zeigt, wie erfolgsverwöhnt das Klosterneuburger Publikum geworden ist. Nicht nur durch zehn Titel in den 80er-Jahren, sondern natürlich auch durch den (völlig unerwarteten) Titel 2012, den Werner Sallomon durch langjährige Aufbauarbeit (samt Rückschlägen) möglich machte. Den zu wiederholen wird auch in den nächsten Jahren schwer. Solange es Teams wie Güssing gibt, die sich „auf Pump“ Titel erkaufen, hat Klosterneuburg nur bei einem „Märchen“ wie 2012 eine Chance.

Dennoch steht fest: Die Voraussetzungen, sich langfristig in den Top Fünf der Liga zu etablieren, sind besser denn je. Vor allem die Räumlichkeiten rund um die schmucke, sanierte Halle und dem neuen VIP-Club sollten dafür wirtschaftlich die Rahmenbedingungen garantieren. Sportlich befindet sich die Mannschaft in einem „Lehrjahr“, doch in diesem Team stecken mindestens fünf Spieler, die in einigen Jahren für ein „Meister-Märchen“ reif wären.