Erstellt am 27. Juli 2016, 05:08

von Markus Nurschinger

Dominanz in Randsportarten. Markus Nurschinger über eine weitere fast unbekannte Weltmeisterin.

Der Orientierungslauf erfreut sich in Österreich großer Beliebtheit. Beinahe jeder kennt den Sport, in dem es darum geht, mit Hilfe einer Geländekarte die eingezeichneten Posten in der richtigen Reihenfolge zu finden.

Dass es Orientierungsrennen auch für Mountainbiker gibt, ist weit weniger bekannt. Und das in Klosterneuburg seit drei Jahren eine siebenfache Mountainbike-Orientierungs-Weltmeisterin wohnt, ist auch uns neu.

Dabei dominierte die bescheidene Michaela Gigon von 2004 bis 2011 die Mountainbike-Orientierungsrennen und holte sich als damalige Heeressportlerin sieben WM-Titel. Auch zwei Europameistertitel und der Gesamtweltcupsieg 2010 gingen an sie.

Nun unterrichtet Gigon am Klosterneuburger Gymnasium und hält sich trotz wenig Zeit für intensives Training in der Weltspitze. Aktuell belegt sie den 14. Platz in der Weltrangliste und startet diese Woche bei der WM in Portugal. In insgesamt fünf Bewerben hat sie Chancen auf Medaillen.

Gigon ist ein weiterer Beweis der großen sportlichen Vielfalt unter Klosterneuburgs Sportszene. In den weniger populären Sportarten rittern Klosterneuburger häufig in der Weltspitze mit. Und wer weiß, mit wie viel Medaillen Gigon diesmal von der WM nach Hause kommt.