Erstellt am 18. August 2016, 04:41

von Markus Nurschinger

Es hat nicht sollen sein. Markus Nurschinger über den geplatzten Medaillentraum

Knapp hat es für die Höfleinerin Corinna Kuhnle in Rio nicht für eine Medaille gereicht. Sie wurde Fünfte.

Und das, obwohl sie im Halbfinale bewies, dass sie die Strecke fehlerfrei und sehr schnell meistern kann. Denn im Semifinale konnte sie mit der schnellsten Zeit aller Athletinnen aufzeigen und qualifizierte sich souverän für den Finallauf. Dort kosteten ihr allerdings zwei Torberührungen eine Medaille. Denn die zwei Strafen machten vier Sekunden aus, auf Bronze fehlten Kuhnle lediglich 2,26 Sekunden. Doch was war Schuld an den beiden Fehlern? War wie von Trainer Michael Seibert der Wind am Fehler im oberen Streckenteil verantwortlich? Waren es die Nerven, die Kuhnle einen Streich spielten, oder hat sie einfach zu viel riskiert? Eine wirkliche Antwort auf diese Frage wird vermutlich nie gefunden.

Fest steht auf alle Fälle, bei ihrem zweiten Antreten bei Olympischen Spielen, war Kuhnle wesentlich näher an einer Medaille dran, als in London 2012. An die nächsten Spiele in Tokio 2020 will die Höfleinerin jetzt noch nicht denken. Doch sollte sich die Klosterneuburgerin weiter so entwickeln wie in den letzten Jahren, in denen sie auch den Gesamtweltcup gewinnen konnte, könnte ihr in Tokio der langersehnte Sprung aufs Podest gelingen.