Erstellt am 10. August 2016, 05:52

von Markus Nurschinger

Im Wildwasser ist alles möglich. Markus Nurschinger über Kuhnles Medaillentraum in Rio.

Es war ein etwas verhaltener Start von Corinna Kuhnle ins Olympische Turnier in Rio. Als Zwölfte qualifizierte sie sich zwar für den Halbfinallauf am Donnerstag, man könnte allerdings sagen, durchaus knapp.

Denn nur 15 Starterinnen dürfen am Halbfinale teilnehmen. Im ersten Lauf bereitete der Höfleinerin die Passage um das 21. Tor einige Probleme. Sie verpasste das Tor und musste gegen den Strom paddeln, um es korrekt zu passieren. Auch im zweiten Vorlauf hatte sie in der schnellen Passage Probleme und verpasste zunächst ein Tor.

Ob es allerdings an der schweren Passage lag, oder an der doch merkbaren Nervosität, wird sich am Donnerstag zeigen. Um 18.15 Uhr unserer Zeit startet Kuhnle bereits als Vierte ins Halbfinale. Die besten zehn dürfen dann am selben Abend im Finale an den Start gehen.

Fast acht Sekunden fehlten Kuhnle auf die Vorlaufschnellste Stefanie Horn aus Italien. Allerdings nur etwa 0,6 Sekunden auf den zehnten Platz. Und mit Maialen Chourraut aus Spanien tat sich die als Nummer zwei gesetzte ebenfalls schwer und zog als Elfte ins Halbfinale ein.

Die Chancen auf eine Medaille in Rio stehen aber nach den Vorläufen mit Sicherheit noch genauso gut wie im Vorfeld prognostiziert. Denn an einem guten Tag schafft es Kuhnle sicher aufs Podest.