Erstellt am 15. September 2015, 16:32

von Claus Stumpfer

Triumphgeschrei wäre fehl am Platz. Claus Stumpfer über Wertheims Rücktritt beim FC Olympique und die Folgen.

Der Rücktritt von Daniel Wertheim als Obmann des FC Olympique Klosterneuburg und in weiterer Folge auch als Vorstandsvorsitzender der Spielgemeinschaft, sollte die Türen aufmachen, für vernünftige Gespräche zwischen den Spielgemeinschaftspartnern. Triumphgeschrei von einer Seite, weil die andere einen Schritt zurückweicht, wäre da wohl eher kontraproduktiv.

Auch weil die Frage der Mehrheiten bei der Spielgemeinschaft alles andere als geklärt scheint, zumal Wertheim zumindest vorerst in der Funktion des Jugendleiters bleibt — nicht nur ein arbeitsintensiver Knochenjob, sondern auch ein immens wichtiger im Klub und einer, der im Machtpoker wesentlich sein dürfte. Wer die Eltern des Nachwuchses hinter sich vereinen kann, sitzt ohne Zweifel bei der SG zumindest mittelfristig noch am Machtpol. Wertheim hat jahrelang auf die Jugendarbeit gesetzt, und mit ihr „seinem“ Klub erst Leben eingehaucht.

Und als Letztes dürfte es auch leichter ausgesprochen sein, einen Klub in die Landesliga führen zu wollen, wie SCK-Obmann Robert Eder gleich nach Wertheims Rücktritt ankündigte, als dies auch tatsächlich zu tun — außer man hat beim SCK irgendwo im Keller einen geheimen Goldschatz versteckt.