Erstellt am 24. Februar 2016, 05:59

von Claus Stumpfer

Unsere Helden für die Zukunft. Claus Stumpfer über die künftigen Chancen der Teilnehmer bei Jugendspielen.

Vor vier Jahren räumte ein gewisser Marco Schwarz bei den olympischen Jugendspielen in Innsbruck drei Goldmedaillen ab. Heuer mischt er bereits im Skiweltcup vorn mit, ist in zwei Slaloms am Stockerl gestanden. Auch in Lillehammer waren nun Talente am Start, von denen man sich noch viel erhofft.

Aus österreichischer Sicht blieb man mit zehn Medaillen (zwei Gold, vier Silber) zwar hinter Innsbruck (14 Medaillen insgesamt, gleich sechs Gold), aber auch Stabhochsprunglegende Sergje Bubka — eigentlich ein Leistungsfanatiker, wie er im Buche steht — wurde in seiner Rolle als Olympia-Botschafter nicht Müde zu betonen, dass ein aussagekräftiger Leistungsvergleich bei Jugendlichen schwer möglich ist.

Bei den Jugendspielen sind Athleten zwischen dem 14 und 17 Lebensjahr startberechtigt — realistisch ist aber nur für zwei Jahrgänge bei Wettkämpfen im 4-Jahres-Rhythmus ein Medaillengewinn möglich. Wem die Gnade der rechtzeitigen Geburt nicht widerfährt, wer also schlicht zu jung bei den Spielen ist, wird nie eine Chance haben.

Dennoch sind Athleten, die vorn mitmischen, in ihren Jahrgängen absolute Weltspitze. Und somit sind die Team-Teigl-Athleten Mercedes Schulte (Monobob-Silber) und Leonhard Pichler (9.) österreichische Helden für die Zukunft.