Erstellt am 22. September 2015, 16:27

von Daniel Wertheim

Vieles neu vor Saison-Start. Daniel Wertheim über eine ungewisse Saison für die Dukes.

Die Basketball-Saison scharrt in den Startlöchern. Und die Klosterneuburger Fans können sich auf einige Highlights freuen, wenngleich immer mit einem schalen Beigeschmack. Das Team der Dukes hat mit Romed Vieider und Chris Lowe zwei wirklich interessante Verstärkungen dazu bekommen - jedoch mit Moritz Lanegger, Kevin Payton, Re‘mon Nelson und Jesse Seilern auch schmerzvolle Abgänge zu beklagen.

Dafür ist die Investition in die Infrastruktur eine der nachhaltigen Sorte. Nach den neuen Tribünen und Face-Lifting soll bald ein neuer Club-Raum zwischen Tribüne und Tennis-Halle erstrahlen. Bloß: Am Sonntag ist es sicher noch nicht so weit, es erwartet die Fans wieder einmal ein Provisorium.

Kein Provisorium gibt es in Punkto Nationalteamtrainer. Der Abgang von Werner Sallomon ist fix, der neue Trainer soll spätestens im November präsentiert werden. Schade, dass man Sallomon nicht noch eine Möglichkeit gibt, das Ziel „EM“ zu erreichen. Gefühlsmäßig hat sich das Team soweit verbessert, dass es nun wirklich realistische Chancen hat.

Es ist also nicht nur in Klosterneuburg eine Saison des Umbruchs. Unter den 15 Legionären, die bei den Top-3 Teams des letzten Jahres zum aktuellen Stand verpflichtet sind, sind nicht weniger als 13 Neuverpflichtungen; zehn davon laufen erstmals in der ABL auf. Nur drei der zehn Liga-Trainer wurden im Amt bestätigt.

Die Dukes sind also nicht die Einzigen, die noch nicht genau wissen, wo sie stehen. Es wird heuer wieder tiefgestapelt, mit dem Erreichen der Play-offs ein realistisches, aber für die Fans nicht allzu spannendes Ziel ausgegeben. Doch Vorsicht: Bei ein, zwei Langzeit-Verletzten im geschrumpften Kader kann selbst dieses Ziel schon ambitioniert erscheinen.