Erstellt am 10. Dezember 2015, 04:13

von Claus Stumpfer

Weihnachtsflair statt Umfahrung. Claus Stumpfer über die nötige Übersiedlung des Adventlaufs.

Einen Lauf exakt in der Woche anzubieten, in dem der meteorologische Winter beginnt, zeugt von Charakterstärke. Dass man das dann, wie die Road Runners vom ULC Klosterneuburg, 19 Jahre durchhält — davon seit 2008 auf einer Umfahrungsstraße, die nicht unbedingt einladend auf Läufer wirken mag — spricht für das Durchhaltevermögen der Organisatoren. Dass sie heuer mit passablem Wetter belohnt wurden, sei ihnen ehrlich vergönnt.

Trotzdem ist die Idee, für die 20. Auflage in die Innenstadt Klosterneuburgs umzuziehen, um das dortige Weihnachtsflair dem internationalen Läuferfeld anbieten zu können, der Beweis, dass die Truppe nicht nur stur, sondern weitblickend ist. Weiteren 20 erfolgreichen Jahren eines richtigen „Advent“-Laufes sollte damit nichts mehr im Wege stehen.

Schon heuer war die Teilnahme von Sportlern aus 15 Ländern ein großer Pluspunkt. Dazu beigetragen hat auch die „Eliteuni“. Gleich acht Teilnehmer aus fünf verschiedenen Ländern kamen vom Institute of Science and Technology in Gugging. Und auch das Angebot von Organisationschef Wolfgang Piffl jungen Kriegsflüchtlingen, die in der Magdeburg-Kaserne untergebracht sind, gratis die Teilnahme zu ermöglichen, wurde gerne angenommen. Somit leistete der Lauf auch einen Beitrag in Sachen Integration.