Erstellt am 18. November 2015, 05:38

von Martin Gruber-Dorninger

Wie Hamlet: Kauf oder Nichtkauf?. Martin Gruber-Dorninger über den Kauf des Kasernengeländes

Am Freitag kommt es zum großen Showdown. Im Zuge einer Gemeinderatssitzung soll darüber entschieden werden, ob das Kasernenareal in das Eigentum der Stadt übergeht.

Es ist wie im Kasino, mit 4,7 Millionen Euro des Stadtbudgets auf dem Spieltisch. Es kann keiner vorhersagen, wie die Auswirkungen dieses Kaufes wirklich sein werden. Schließlich kauft man, aus Mangel an Zeit, da die SIVBEG eine Frist gesetzt hat, auch die Katze im Sack. Schließlich weiß man nicht, wie tief die Verseuchung in den Boden reicht und wie teuer die Entsorgung wird.

Für die Stadt bleibt weder genug Zeit, um ein eigenes Gutachten zu erheben, noch, um die Bürger zu fragen, ob sie diesem Kauf zustimmten. Der Verkäufer, die SIVBEG, hat somit alle Trümpfe in der Hand und ist auf jeden Fall Gewinner, egal ob Kauf oder Nichtkauf. Da sie ein staatliches Unternehmen ist, spült der Verkauf des Kasernengeländes Geld in die Kassa, und zwar in jene des Staates.

Die Auswirkungen werden wohl erst in einigen Jahren greifbar sein, womöglich kurz vor der nächsten Wahl.