Erstellt am 22. September 2015, 16:27

von Martin Gruber-Dorninger

Wollen wir uns das leisten?. Martin Gruber-Dorninger über die Überlegungen für Klosterneuburgs Zukunft.

Klosterneuburg eine Statutarstadt? Wie eine erste Einschätzung des KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung) zutage förderte, wird das für die Stadtgemeinde sicher kein Geschäft werden, es wird kosten. Die Kosten müssen also dem Nutzen gegenübergestellt werden, und da fragt sich, wo die Schmerzgrenze liegt.

Einige Vorteile: Es würden neue Arbeitsplätze geschaffen, die Organisation der Blaulichter fiele großteils in die eigene Hand, das Magistrat wäre als Bürgerservice einfach erreichbar, Genehmigungen könnten schneller abgewickelt werden, ... „Jeder Bürgermeister einer Statutarstadt kommt ins Schwärmen“, bestätigt St. Pöltens Stadtchef Matthias Stadler.

Dem gegenüber stehen vermutete 1,5 Millionen Euro jährlich, das entspräche 50 Euro pro Klosterneuburger. Nicht eingerechnet ist die Schaffung des Magistrats und Sachmittel.

Bleiben nur die Fragen: Wollen wir uns das leisten? Ist es uns das wert, dass wir in einer selbstverwalteten Stadt leben? Ohne Befragung des Steuerzahlers sind diese Fragen jedenfalls nicht zu beantworten.