Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von Martin Gruber-Dorninger

Kommt Rathaus in das BH-Gebäude?. Derzeitiges Rathaus wird Verjüngungskur unterzogen und soll künftig feierlichen Anlässen repräsentativ dienen.

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Nachdem die Stadt ihre Wunden aufgrund der neuen Bezirkszuordnung geleckt hat, werden nun zukunftsorientierte Überlegungen angestellt. Was können wir als Stadt machen, um unsere Eigenständigkeit zu wahren? Was soll mit dem Gebäude der Bezirkshauptmannschaft geschehen?

Baustopp wurde verhängt

Vor allem die letzte Frage scheint derzeit stark in Bearbeitung. Das BH-Gebäude gehört der HYPO-NOE-Gruppe, die Bezirkshauptmannschaft ist darin eingemietet. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über das Gebäude vorsichtshalber ein Baustopp verhängt. Damit soll verhindert werden, dass daraus ein Wohngebäude gemacht wird.

Die Stadtgemeinde überlegt nun, die Liegenschaft in ein Bürogebäude zu widmen und es für sich selbst zu nutzen. „Es ist wichtig, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, was dort einmal hineinkommen soll“, erklärt dazu Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

Eines scheint bereits so gut wie sicher: Die BH-Außenstelle soll jedenfalls in diesem Gebäude installiert werden. Obendrein kann sich der Bürgermeister vorstellen, das Gebäude für die Verwaltung zu nutzen, die Mitarbeiter der Stadtgemeinde sollen also größtenteils hierher umgesiedelt werden.

„Altes“ Rathaus für feierliche Anlässe

Und was passiert mit dem aktuellen Rathaus? - Eine umfassende Renovierung ist in den nächsten Jahren geplant. Danach soll das „alte“ Rathaus hauptsächlich repräsentativen Zwecken dienen. „Hochzeiten, Empfänge und gesellschaftliche Anlässe könnten hier sehr feierlich abgehalten werden“, sinniert der Bürgermeister.

Beim BH-Gebäude wäre es auch denkbar, Geschäfte in den unteren Etagen anzusiedeln.

Unterdessen läuft die Unterschriftenaktion der VP-Klosterneuburg, laut Schmuckenschlager, recht erfolgreich. „Die Forderungen nach einem optimalen Bürgerservice, der Evaluierung zur Frage der Statutarstadt und des Kennzeichens als optisches und emotionales Zeichen von Eigenständigkeit finden in allen politischen Lagern Anhänger“, so Schmuckenschlager.

Nun zwei Unterschriftenlisten

Gemeinderat Peter Hofbauer geht die Unterschriftenaktion nicht weit genug, weshalb er
eine eigene ins Leben gerufen hat. „Zum Unterschied zur VP-Liste, die nur die Statutarstadt erwähnt, beinhaltet meine Unterschriftenliste die Angliederung Klosterneuburgs an die Bundeshauptstadt Wien“, erklärt Hofbauer.