Erstellt am 17. Februar 2016, 05:54

von Markus Nurschinger

Kritik an Trailstrecke. Die neue Trailstrecke in Weidlingbach sorgt auch bei den Grünen Klosterneuburg für Kritik, besonders die Frage, warum die Politiker nicht informiert wurden.

Grünen-Chef Sepp Wimmer ist mit dem Trailpark in Weidlingbach nicht einverstanden.  |  NOEN, NÖN

In Weidlingbach entsteht ein neuer Trailpark für Mountainbiker, die NÖN berichtete bereits vergangene Woche.

Doch neben einigen Anrainern und Ortsvorsteherin Waltraud Balaska sehen auch die Grünen Klosterneuburg die beiden Strecken sehr kritisch. „Wie alle wissen, bin ich seit Jahrzehnten ein enthusiastischer Mountainbiker. Ich bike im Jahr etwa 5.000 Kilometer. Meine Kritik ist daher nicht die eines Mountainbike-Gegners, sondern eines Enthusiasten“, schickt er der Kritik voraus.

Laut Wimmer sei das Ansinnen der überwiegenden Mehrheit der Mountainbiker sicher nicht, dass Trailparks in den Wald gebaut werden, sondern dass im Tourismusland Niederösterreich endlich die Forststraßen – bei klarer Regelung und Haftung der Mountainbiker – weitestgehend freigegeben werden.

„Wer war vonseiten der Stadt eingebunden?“

„Die NÖ Touristiker jammern über die immer schlechtere Schneesituation im Winter, aber dass im Sommer nur etwa zwei von zehn der wunderschönen niederösterreichischen Ausflugshütten durch die Mountainbiker legal erreicht werden können, ist ihnen offensichtlich entgangen“, kritisiert Wimmer. Er habe natürlich auch verständnis für Trail-Biker, allerdings müsse eine solche Strecke ja nicht in einem unberührten Waldstück entstehen.

„Ist nicht Sache der Gemeinde gewesen"

Man solle dies in einem Gelände realisieren, das von der Infrastruktur schon aufgeschlossen ist. Ein weiterer Kritikpunkt Wimmers: „Ich verstehe nicht, wieso man so eine sensible Angelegenheit den verantwortlichen Stadtpolitikern vorenthalten hat? Bei der Trial Strecke gab es keine Information für uns Stadtpolitiker. Wer war
eigentlich vonseiten der Stadt bei dieser Sache eingebunden?“ Auch in keinem Ausschuss sei das Thema behandelt worden, sicher auch nicht im Umweltausschuss.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager kontert: „Diese beiden Strecken fallen nicht in die Kompetenzen der Gemeinde. Die Grundstückseigentümer, also die Bundesforste und das Stift Klosterneuburg, sowie die Bezirkshauptmannschaft haben sich damit beschäftigt“, erklärt Schmuckenschlager.