Klosterneuburg

Erstellt am 07. April 2017, 05:20

von Martin Gruber-Dorninger

Krach um Saisonarbeiter. Stadtrat beschloss die Aufnahme von ungarischen Staatsbürgern für das Strandbad. Pitschko fordert Österreicher. Schmuckenschlager kontert: „Brauchen nötige Ausbildung.“

Josef Pitschko (FPÖ Klosterneuburg).  |  NOEN

Wenn die Anzeige des Thermometers sich allmählich den 20 Grad Celsius nähert, dann steht auch bald dem Badevergnügen nichts mehr im Weg. Dementsprechend beschäftigt sich auch der Klosterneuburger Stadtrat mit der Besetzung von Saisonarbeitern für das Strandbad. Wie in den letzten Jahren werden darunter auch wieder ungarische Saisonarbeiter sein. Das stößt FP-Stadtrat Josef Pitschko sauer auf.

„Fünf von sieben Saisonarbeitern sind ungarische Staatsbürger“, ist Josef Pitschko erbost. Auf Antrag von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager beschloss der Stadtrat nun deren Aufnahme in ein befristetes Dienstverhältnis.

„Während die Bundesregierung wegen der Rekordarbeitslosigkeit eine Ausländerbremse ankündigt, nimmt die Stadtgemeinde Klosterneuburg für die Bäderverwaltung überwiegend ungarische Staatsbürger auf“, stimmte Pitschko im Stadtrat als einziger dagegen.

Qualifiziertes Personal ist willkommen

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager kann die Kritik Pitschkos nicht nachvollziehen: „Wir sind nach wie vor auf der Suche nach einer Person. Pitschko kann uns gerne arbeitswillige österreichische Kandidaten mit entsprechender Ausbildung nennen.“ Es sei für Klosterneuburg derzeit schwer entsprechend qualifiziertes Personal zu finden.

„Die Personen müssen Rettungsschwimmerkurse nachweisen, das ist eine Grundbedingung. In den letzten Jahren wurden von den Saisonarbeitern einige Menschenleben gerettet“, gibt Schmuckenschlager zu bedenken. Ohne die ungarischen Saisonarbeiter, die allesamt über die erforderliche Ausbildung verfügen, könne der sichere Badebetrieb im Strandbad nicht gewährleistet werden.