Erstellt am 05. April 2017, 06:01

von Victoria Heindl

Verzögerung: Alte Dämmung erschwert Abriss. Im Alten- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder muss Dellwolle aufgrund neuer Verordnung gesondert entsorgt werden.

Da nach einer neuen Verordnung Dellwolle als Schadstoff entsorgt werden muss, verzögert sich der Abriss des Gebäudes.  |  NOEN, Heindl

Seit einigen Tagen brodelt die Gerüchteküche in Kritzendorf. Grund dafür ist das ehemalige Alten- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder. Denn eigentlich sollte es bis Ende März abgerissen werden. Doch auch Anfang April sieht es so aus, als wenn die Arbeiten noch nicht mal begonnen hätten. Dies war wohl auch der Anlass für Spekulationen. Von Asbest oder anderen Schadstoffen war da die Rede und beunruhigte die Anrainer. Nun gibt Direktor Dietmar Stockinger Entwarnung. Der Grund für die Verzögerung versteckt sich in den Fußböden des Gebäudes: Dellwolle.

„Seit Jahresbeginn gilt eine neue Verordnung, nach der Dellwolle wie Schadstoffe entsorgt werden müssen“, erklärt Stockinger. Daher müssten die Fußböden gesondert geöffnet werden, die Dellwolle entfernt und entsorgt werden. „Das kostet natürlich mehr und dauert zehn mal so lange. Aber an sich ist der Dämmstoff, der auch sicher in vielen Privathäusern verbaut wurde, nicht gefährlich. Nur die Arbeiter müssen sich natürlich schützen“, betont Stockinger.

Kein Asbest im Gebäude

„Anfang bis Mitte Juni sollte der Abriss dennoch erledigt sein. Insgesamt bleiben wir im Zeitrahmen“, hofft Stockinger. Auch die geplante Eröffnung des Neubaus sieht Stockinger nicht gefährdet. Der Plan sei noch immer, dass die Bewohner 2019 wieder von ihrem derzeitigen Ersatzquartier in der Martinstraße nach Kritzendorf übersiedeln können.

Mehr zum Thema findest du in der aktuellen NÖN-Printausgabe sowie im NÖN.at ePaper