Erstellt am 13. Januar 2016, 05:48

von Ewald Baringer

Kulturzentrum am Rathausplatz?. Werner Brix urgiert Umsetzung. Stadtrat Eckl: Rahmenbedingungen sind zu klären.

Diese Vorgabe wird sich nicht mehr ausgehen: Kulturstadtrat Konrad Eckl (l.) und Stadtrat Stefan Mann, 2014 noch optimistisch  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Vor Jahreswechsel hat sich Kabarettist Werner Brix zu Wort gemeldet. Er urgiert Pläne für den angekündigten Umbau des Kinos am Rathausplatz. Im Sommer habe es hoffnungsvolle Aussagen aus dem Kreis der Stadtregierung gegeben, dass das Kino bis 2017 in ein Veranstaltungszentrum für Theater und Musik, Vorträge und Filme et cetera umgestaltet werden könnte. Doch Brix vermisst nach den Worten nun die Taten.

Kulturstadtrat Konrad Eckl nimmt dazu gegenüber der NÖN ausführlich Stellung: „Es gibt eine konkrete Planung zur Neugestaltung des Kinos, die auch bereits im letzten Herbst dem Gemeinderat vorgestellt wurde. Darüber hinaus gibt es einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zu Sanierung und Umbau des Kinos als multifunktionalem Veranstaltungstraum (sprich Nutzung als Kino weiterhin aufrecht, zusätzlich Bühne für Theater, Kabarett, Konzerte, Lesungen, Vorträge et cetera). Die Spielstätte soll circa 120 bis 140 Sitzplätze umfassen und auch einen kleinen Catering/Gastronomiebereich beinhalten. Damit hätten wir ein tolles Angebot in Ergänzung zu Babenbergerhalle (weitaus größer) und Wilheringerhof (mit 87 Sitzplätzen etwas kleiner).“

Das Konzept sehe auch die Umgestaltung des Foyers und des Eingangsbereichs des Rathauses sowie die Schaffung einer öffentlich zugänglichen Toilette vor, informiert Eckl. Woran hapert es also bei der Umsetzung?

Abhängig von der Rathaussanierung

Eckl: „Da durch die Absiedlung der Bezirkshauptmannschaft das Amtsgebäude in der Leopoldstraße leer stehen wird und gerade seitens der Verwaltung geprüft wird, ob die Verlegung eines Großteils der Verwaltungseinheiten des Rathauses in diese Immobilie machbar und ökonomisch sinnvoll ist (vor allem auch in Relation zu einem Umbau des Rathauses), ist das Projekt Rathaussanierung aktuell ruhend gestellt. Damit steht leider auch das Kino-Projekt.

Da wir zweckmäßig und wirtschaftlich bei der Planung und weiterführenden Nutzung umgehen wollen und müssen, ist die Klärung der Rahmenbedingungen abzuwarten. Es macht keinen Sinn, mit den Arbeiten zu beginnen, wenn möglicherweise wesentliche Teile des Projekts in einigen Monaten völlig anders aussehen würden.“