Klosterneuburg

Erstellt am 05. Juli 2017, 06:00

von Christoph Hornstein

Grüne finanzieren Klimabündnisbeitritt. Klosterneuburg wird wieder in das Klimabündnis NÖ eintreten. Grüne Gemeinderäte übernehmen die Kosten für den Wiedereinstieg.

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Auf Betreiben der FPÖ stieg Klosterneuburg im Vorjahr aber aus dem Klimabündnis aus. Nun setzt der Umweltstadtrat
einen noch nie da gewesenen Schritt. Die Grüne Fraktion wird die Beitrittskosten übernehmen und somit die Stadt wieder zu Bündnispartner machen.

Teresa Arrieta von der PUK greift Bürgermeister Schmuckenschlager scharf an.  |  NOEN

Maßgeblicher Austrittsgrund war für die Stadtregierung die jährliche Belastung von rund 5.000 Euro. Dafür bekam man zu wenig Gegenleistung, so die Argumentation. In der aktuellen Gemeinderatssitzung am 30. Juni haben nun die Grünen einen Antrag zum Wiedereintritt zum Klimabündnis eingebracht.

Imageschaden für Klosterneuburg?

Klosterneuburg werde mit seinem Austritt aus dem Klimabündnis österreichweit als negatives Beispiel von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dadurch entstehe ein enormer Imageschaden für die Stadt. „Deswegen haben wir uns bereit erklärt, die Finanzierung des jährlichen Mitgliedsbeitrages für diese Gemeinderatsperiode (bis 2020) zu übernehmen“, so Umweltstadtrat Sepp Wimmer.

Sepp Wimmer (Grüne) beklagt, dass sein Ausschuss nur mehr wenige Agenden übrig hat.  |  NOEN, NÖN

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager hat in der Gemeinderatssitzung für dieses Vorhaben bereits grünes Licht gegeben.

Und Wimmer begründet auch den ungewöhnlichen Schritt der Grünen. Das Klimabündnis sei weltweit die globale Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas, gegen die steigenden Treibhausgasemissionen, die Abholzung der Regenwälder und des damit verursachten Klimawandels. Ein Ausscheren aus dieser Bewegung schade nicht nur dem Image Klosterneuburgs, sondern hätte auch
eine negative Vorbildwirkung für die Klosterneuburger Bevölkerung. Wimmer: „Um das zu verhindern, geben wir gerne unser Geld her.“

Ganz glaubt Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager aber noch nicht an diesen Grünen Vorstoß: „Ich hoffe, Stadtrat Wimmer hat den Mund nicht zu voll genommen. Wir werden bei der Festlegung der Gesamtkosten ja sehen, ob er wirklich so spendabel ist.“

Mehr über diesen ungewöhnlichen Schritt der Grünen und weitere Stimmen dazu lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der Klosterneuburger NÖN.