Erstellt am 31. März 2016, 04:54

von Christoph Hornstein

Kurzparkzone, basta!. Wer den Parksheriffs in Klosterneuburg entkommen will, muss raffiniert sein. Das Auto auf einen Motorrad- und Moped-Parkplatz zu stellen reicht anscheinend nicht.

 |  NOEN, NÖN

Ein Klosterneuburger Unternehmer stellte am Niedermarkt sein zweispuriges Fahrzeug auf den Parkplatz für Mopeds und Motorräder. Warum er dafür eine Strafe der Parkraumüberwachung hinnehmen muss, sieht er nicht ein.

Natürlich war es Kalkül. „Ich dachte mir, es ist wahrscheinlicher, dass ein Parksheriff vorbeikommt, als die Polizei. Deswegen habe ich mich entschlossen, mein Auto auf den Parkplatz für einspurige Fahrzeuge zu stellen, denn Parkschein hatte ich keinen dabei“, erzählt der Unternehmer. Als er aber wieder zu seinem Auto kam, steckte ein Strafzettel der Parkraumüberwachung hinter seiner Windschutzscheibe.

Alles Verhandeln mit dem Parksheriff half nichts. Der gesamte Niedermarkt ist zwar Kurzparkzone, aber sicherlich mit Ausnahme der Parkfläche für einspurige Fahrzeuge. So die Argumentation des Parksünders. Er wäre wegen Falschparkens von der Polizei abzustrafen, aber niemals von der Parkraumüberwachung.

Die NÖN erkundigte sich bei der Bezirkshauptmannschaft. Christa Hammer von der Abteilung Verkehr der Bezirkshauptmannschaft schließt sich der Meinung des Rathauses an: „Auch einspurige Kraftfahrzeuge unterliegen der Kurzparkzonenverordnung nur mit dem Unterschied, dass sie von der Nachweispflicht ausgenommen sind.“ Da der ganze Bereich Niedermarkt Kurzparkzone ist, sei die Strafe somit zu Recht erfolgt.

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