Klosterneuburg

Erstellt am 24. Januar 2018, 05:28

von Martin Gruber-Dorninger

Die Wahl-Kandidaten aus Klosterneuburg im Überblick. ÖVP und Grüne haben drei Anwärter, SPÖ einen. Djawadi tritt für NEOS im Waldviertel an, FPÖ ohne Klosterneuburger.

Christoph Raz ist ebenfalls auf der Bezirksliste der ÖVP. Stadträtin Martina Enzmann geht für die Grünen ins Rennen. Stadtrat Karl Schmid steht in der Bezirksliste der SPÖ. Darius Djawadi tritt für die NEOS an, allerdings auf der Bezirksliste von Waidhofen an der Thaya.  |  NÖN

Dass nach der Landtagswahl mit Johanna Mikl-Leitner eine Klosterneuburgerin wieder an der Spitze der niederösterreichischen Politik stehen wird, ist mehr als sehr wahrscheinlich. Doch sie ist nicht die einzige aus der Babenbergerstadt, die sich der Wahl stellt. Die NÖN begab sich auf den Bezirkslisten auf die Suche nach Klosterneuburger Kandidaten – und wurde durchaus fündig.

„Wir stehen als junge Kandidaten auf der Liste des Bezirks, um den Wählern eine gute Mischung zu bieten"

Die Nummer eins auf der ÖVP-Liste für den Bezirk Tulln ist Klosterneuburgs Stadtrat Christoph Kaufmann. Neben ihm stehen noch zwei Klosterneuburger Parteikollegen auf der Liste, nämlich Gemeinderat Christoph Raz und Jakob Simak. „Wir stehen als junge Kandidaten auf der Liste des Bezirks, um den Wählern eine gute Mischung zu bieten. Ich will mich schon auch auf Landesebene politisch einbringen und freue mich daher über jede Stimme. Im Grunde genommen stehen wir beide aber da oben, um Spitzenkandidat Kaufmann zu helfen“, sagt Christoph Raz.

Für die SPÖ geht Stadtrat Karl Schmid ins Rennen. Es ist ihm schon bewusst, dass die Chancen auf seiner Position „sehr gering“ sind. „Dennoch ist es wichtig, die Stimme für mich abzugeben, denn es ist eine Stimme für die Stadt Klosterneuburg“, erklärt Schmid.

Grüne treten mit drei Klosterneuburgern an

Die Grünen Klosterneuburgs sind gleich dreifach auf der Liste vertreten. Neben Spitzenkandidat Sepp Wimmer finden sich darauf auch Stadträtin Martina Enzmann und Gemeinderätin Eva-Maria Feistauer. „Das zeigt, dass wir sehr engagiert sind“, lobt Wimmer die Kandidatinnen in seiner Partei. Dass ein Mandat aus dem Bezirk auf die Grünen entfallen könnte, glaubt Wimmer nicht: „Es ist eine engagierte Kandidatur mit nur sehr geringen Chancen.“

Seitens der NEOS gibt es auch ein bekanntes Gesicht auf der Kandidaten-Liste, allerdings nicht im Bezirk Tulln. Der Klosterneuburger Darius Djawadi tritt in Waidhofen an der Thaya als Spitzenkandidat an. Er versuchte sich bereits bei der Nationalratswahl auf der NEOS-Liste, allerdings da im Wahlkreis Mitte, das auch Klosterneuburg mit einbezieht.

„Ich komme ursprünglich aus dem Waldviertel, und da wir hier noch niemanden für die Liste hatte, habe ich mich in Waidhofen an der Thaya aufstellen lassen“, erklärt Djawadi gegenüber der NÖN. Er sehe es nicht so, dass sich politische Themen geografisch allzu sehr eingrenzen ließen. „Dennoch werde ich immer ein Auge auf Klosterneuburg haben“, sagt der 20-Jährige.

Für die FPÖ steigt kein Klosterneuburger ins Wahlkampf-Rennen. „Ich bin mit der Stadtpolitik Klosterneuburgs genug beschäftigt und nicht so ein Multitalent wie einige Stadtratskollegen, um auch gleichzeitig im Landtag zu arbeiten“, erklärt FP-Stadtrat Josef Pitschko mit einem kleinen Seitenhieb auf seine Klosterneuburger Kollegen.