Erstellt am 02. April 2016, 06:24

von Martin Gruber-Dorninger

Mit Abfall etwas richtig Gutes tun. Obmann-Stellvertreter des BGV sammelt Hartplastik, das wiederverwertet wird. Pro Tonne 260 Euro für Therapien.

Helmut Zuschmann trägt mit seinem Einsatz nicht nur zum Umweltschutz bei, er unterstützt damit auch Therapien von kranken Kindern.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Ausgestattet mit ein paar Säcken und einer kleinen Handschaufel, macht sich der Obmann-Stellvertreter des Bildungs- und Geselligkeitsvereins, Helmut Zuschmann, auf den Weg ins Klosterneuburger Rathaus. An einem Karton-Container im Eingangsbereich macht er Halt. Darin sammelt er, praktisch im Alleingang, die Stöpsel von Plastikflaschen. Diese bringt er zu einer Sammelstelle und macht damit etwas doppelt Gutes.

„Als mir bekannt wurde, dass es eine Sammlung von Hartkunststoff gibt, deren Ertrag
einem guten Zweck zukommt, dachte ich an eine Mitwirkung. Ich wollte das aber nicht als Einzelperson machen, sondern im Rahmen eines Vereins“, erklärt Zuschmann, Vizebürgermeister Klosterneuburgs a.D. Vor fast drei Jahren hat Zuschmann begonnen, mit Zustimmung des Bürgermeisters und des Ortsvorstehers Sammelkartons im Eingangsbereich des Rathauses und des Weidlinger Ortszentrums, aufzustellen. Mit Plakaten und Foldern wurde auf die Sammlung aufmerksam gemacht.

Nur PE, PP oder HDPE kommen in Frage

Lediglich Hartplastik mit dem Aufdruck PE, PP und auch HDPE kommen für die Sammlung in Frage. „Die Verschlüsse werden zur nächstgelegenen Sammelstelle – in diesem Fall zu Brandauers Bierbögen in Wien 19 – gebracht“, erklärt Zuschmann. Von dort aus erfolgt der Transport nach Bleiburg, wo das Material zu Granulat verarbeitet wird, „zur Herstellung von Pkw- Batteriegehäusen“, erläutert
Zuschmann. Der Verein SPD Edinost Pliberk-Bleiburg erhält für jede Tonne Hartkunststoff 260 Euro. „Diese Einnahmen werden für die Therapie von bedürftigen, kranken Kindern, die an Anämie, Nervenkrebs, Kinderlähmung und dergleichen leiden, verwendet“, führt
Zuschmann weiter aus. Nebenbei macht man auch etwas für den Naturschutz.

Seit der Aufstellung der Sammelkartons hat Zuschmann
etwa zwei Tonnen gesammelt. „Es wäre schön, wenn ich das künftig in Klosterneuburg nicht alleine machen müsste. Vielleicht wollen ja die Grünen helfen“, sagt Zuschmann abschließend mit einem kleinen Schmunzeln.