Erstellt am 19. Mai 2016, 06:04

von Christoph Hornstein

Neue Debatte um Anrufsammeltaxi Klosterneuburg. "Kein Bedarf, oder Betrug", schließt die FPÖ aus den aktuellen Zahlen des AST. Jetzt will auch der Verkehrstadtrat Änderung.

Schon jeher Kritiker des Anrufsammeltaxis: FPÖ-Stadtrat Josef Pitschko.  |  NOEN, NÖN

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde einmal mehr um die Effizienz des Anrufsammeltaxis (AST) debattiert. Neu ist, dass nun auch der Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer, PUK, die Kritik an dem Beförderungsmittel bestätigt. Kehrer: „Mir ist bewusst, dass das System, wie es jetzt läuft, nicht effizient ist.“

In gewohnt harscher Art und Weise übt seit Jahren FPÖ-Stadtrat Josef Pitschko Kritik an der Einrichtung: „Die geringe Auslastung lässt zwei Schlüsse zu: Entweder es besteht kein Bedarf für das Anrufsammeltaxi oder die Gemeinde wird bei der Abrechnung betrogen.“

Es sei höchste Zeit für Konsequenzen. Das Anrufsammeltaxi mache bei nicht einmal 6.000 Fahrten ein Defizit von 87.553 Euro. „Daher muss der Steuerzahler jede Fahrt des AST mit durchschnittlich 14,60 EUR subventionieren“, sagte der freiheitliche Stadtrat.

Der durchschnittliche Besetzungsgrad von 1,23 Gästen pro Fahrt zeige, dass bei den meisten Fahrten nur eine Person befördert wird.

AST mit Bus neu entwickelt

Als erste Konsequenz fordert der freiheitliche Stadtrat eine Verlängerung der Intervalle: „Wenn auch bei längeren Intervallen der Besetzungsgrad nicht steigt, besteht offensichtlich kein Bedarf an einem AST.“

Für den zuständigen Verkehrsstadtrat Kehrer (PUK) sind das Fakten, die ein Überdenken des Systems erfordern. Aktuell will er aber nichts ändern: „2017 werden alle Buslinien in Klosterneuburg neu ausgeschrieben. Auch da sind Änderungen zu erwarten. Zu diesem Zeitpunkt sollte man auch das AST-System überarbeiten, oder ein anderes System finden.“ Das sei wesentlich zweckmäßiger.