Erstellt am 08. Februar 2016, 14:17

von Christoph Hornstein

Neuer Bus, neue Tour: Alles einsteigen!. Ein Schülerbus verstärkt überfüllte Stadtbuslinien. Ein Erfolg für die PUK. ÖVP soll sich zuerst quer gelegt haben.

PUK-Gemeinderat Stefan Hehberger setzte sich für den neuen Schülerbus ein.  |  NOEN, NÖN
Im Stadtbus drängten sich bisher in den Morgenstunden so viele Schüler, dass die Kapazität nicht mehr erfasst werden konnte. Künftig können wirklich alle einsteigen, denn mit der Firma Zuklin wurde eine Lösung gefunden: Ein zusätzlicher Bus sorgt mit Schulbeginn für mehr Sicherheit und Pünktlichkeit.

Gedränge um die Stadtbuslinien 201 und 202, Stress gleich in der Früh, Schüler, die nicht mehr in den Bus hineinkommen – diese Szenen gehören ab dem Sommersemester 2016 der Vergangenheit an. Die zu Recht besorgten Eltern wandten sich an die Stadtgemeinde mit der Bitte, die prekäre Lage zu entschärfen. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager reagierte prompt und ersuchte „Zuklinbus“, Lösungsvorschläge auszuarbeiten.

Schülerbus mit neuer Route

Nach Fahrplanänderungen fährt nun ein anderer Bus, der „Schülerbus“ vom Rotgraben (Linie 241), eine Schleife über das Sachsenviertel zum Bahnhof Weidling und weiter direkt zum Gymnasium. Einziger Wermutstropfen: Um diesen zusätzlichen Regionalbus durch die teils engen Kurven führen zu können, sind zwei neue Halteverbotsbereiche (Grabmandelgasse und in der Ubald-Kostersitz-Gasse) notwendig.

Dafür wird jedoch Verständnis da sein, denn es dient der Sicherheit der Kinder.
„Mich hat im Herbst eine Vielzahl von Eltern angesprochen, dass der Schulweg mit dem Bus chaotisch abläuft“, erinnert sich Gemeinderat Stefan Hehberger, dessen „Plattform Unser Klosterneuburg“ diese Veränderung zu verdanken sein soll.

Zuerst Ablehnung der ÖVP?

„Ein negativer Höhepunkt war, als größere Schüler vom Busfahrer aufgefordert wurden, den Bus zu verlassen, damit kleinere Kinder mitgenommen werden konnten“, berichtet Hehberger weiter. Im Verkehrsausschuss wurde intensiv nach einer Lösung gesucht.

„Dort habe ich mir auch lustige Sachen von der ÖVP anhören können: Geht nicht, kein Geld, kein Bus oder Schüler sollen zu Fuß gehen, frische Luft tut ihnen gut“, erinnert sich Hehberger. In Abstimmung mit der Betreiberfirma „Zuklinbus“konnte nun Anfang 2016 fraktionsübergreifend die in den Augen von Stadtrat Johannes Kehrer „bestmögliche Lösung“ gefunden werden.