Klosterneuburg

Erstellt am 04. August 2016, 05:27

von Christoph Hornstein

Buskonzept in Klosterneuburg für 2017. Busverkehr wird optimiert. Verkehrsstadtrat Kehrer verspricht Verbesserungen beim Takt und beim Umsteigen.

Das Busnetz in Klosterneuburg wird neu konzipiert und neu ausgeschrieben. 2017 soll das neue Konzept mit vielen Erleichterungen für die Busgäste schon umgesetzt werden.  |  NOEN

„Unser Konzept steht. Nun geht es in die Gespräche mit dem VOR“, gibt PUK-Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer die Marschroute für die Neuplanung des Klosterneuburger Busnetzes vor: „Das Angebot soll ausgeweitet, die Linien sollen besser vertaktet und Umsteigebeziehungen gesichert werden.“

Verbesserungen sind möglich, weil der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) 2017 alle Klosterneuburger Buslinien neu ausschreibt. Das ist eine Chance für die Stadt als Financier, das Netz von Grund auf zu überarbeiten. „Wir führen schon seit über
einem Jahr Gespräche mit dem VOR, sind in die Planungen direkt eingebunden“, so Kehrer. „Dieses Netz wird für zehn Jahre ausgeschrieben. Versäumt man jetzt eine bedarfsgerechte Gestaltung, muss das die Bevölkerung zehn Jahre lang ausbaden.“

Das Parkpickerl für Döbling kommt. Dieser Umstand und die stetig wachsende Bevölkerung in Klosterneuburg und im Tullnerfeld führen zwangsläufig zu verkehrlichen Engpässen. Schon jetzt sind Züge und Busse Richtung Wien übervoll.

Der Fahrgast muss im Mittelpunkt stehen

Kehrer skizziert seine Vision für das künftige Busnetz: „Der öffentliche Verkehr in Klosterneuburg wird einheitliche Mindeststandards für alle Buslinien haben.“ Fahrgäste sollen in Spitzenzeiten ohne umzusteigen nach Wien fahren können, tagsüber und in Randzeiten hat eine kundenfreundliche Vertaktung an zentralen Klosterneuburger Umsteigeknoten zu erfolgen. Von dort – geht es nach Kehrer – kann mit nur einmaligem Umsteigen per Regional- und Stadtbus jede Haltestelle in Klosterneuburg erreicht werden. Busfahrer warten Anschlüsse ab, Fahrgäste sind beim Umsteigen per Echtzeit-Anzeigetafeln über Verspätungen und Anschlüsse informiert.

Busspuren und weitere auf den öffentlichen Verkehr abgestimmte Infrastruktur verkürzen Fahrzeiten und gewährleisten ein zuverlässiges und zukunftssicheres Mobilitätsangebot für alle Klosterneuburger.

Grünes Licht für dieses Konzept signalisiert auch die ÖVP. Kehrer zeigt sich zufrieden: „Die Zusammenarbeit läuft bisher bestens, auf das Konzept konnten wir uns problemlos einigen.“