Erstellt am 23. Oktober 2015, 05:37

von Christoph Hornstein

Plastik im Kompost. Den gesammelten Biomüll kann jeder Bürger als Kompost wiederverwenden. Laut PUK ist er aber verunreinigt.

 |  NOEN, Pixabay

Die Idee ist einfach, aber dennoch im Sinne der Umwelt hoch effizient: Die Bürger sammeln ihren Biomüll in den dafür von der Gemeinde bereitgestellten Containern. Die Gemeinde holt die Biomülltonnen ab, macht daraus Kompost, der dann wieder von den Bürgern abgeholt und verwendet werden kann. „Diese Errungenschaft ist mit Sicherheit für die Umwelt lobenswert, aber das System ist nur so gut, wie die Einzelglieder dieser Kette funktionieren“, stellt Gemeinderat Stefan Hehberger fest, denn im wieder rückgeführten Kompost wurde von der „Plattform Unser Klosterneuburg“ (PUK) auch ein nicht unerheblicher Teil an Plastik gefunden.

Klare Bitte an alle Bürger

Seit vielen Jahren gibt es in Klosterneuburg die wirklich lobenswerte kommunale Dienstleistung, dass der Biomüll getrennt gesammelt, aufbereitet und gratis als Kompost wieder an seine Bürger zurückgegeben wird. Doch wird bei der Mülltrennung nicht sorgsam der verrottbare Teil von allen anderen Müllteilen getrennt, ist dieser fast nicht mehr oder nur unter enormem Aufwand wieder aus dem System, sprich dem Kompost zu entfernen.

Daher der klare Appell von Hehberger und die Bitte an alle Bürger: „Kunststoffe wie vor allem Plastiktaschen, Kunststoffgebinde, Verpackungen, Isolierungen und Transportbehälter aus Kunststoffen haben im Biomüll nichts verloren.“ Diese gehören in den Restmüll oder noch besser in den Kunststoffcontainer oder je nach Art in die Sammelbehälter der Müllinseln.

Sammeln mit Biomüllsäcken

Zur Sammlung des Biomülls innerhalb des Haushalts sollten nur Bio-Müllsacke aus Mais, Papier oder anderen nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden.

Hehberger abschließend: „Versuchen wir gemeinsam, die Komposterde ohne Kunststoffzusätze nachhaltig in den Bodenkreislauf zurückzuführen.“