Klosterneuburg

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:03

von Claudia Wagner und Martin Gruber-Dorninger

Ganze Stadt auf Monsterjagd. Klosterneuburger Pokémon-Experte Bernhard Steiner schwärmt von dem realitätsnahen Spiel.

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Wenn Sie derzeit wild umherirrende Jugendliche oder auch jüngere Erwachsene sehen, die auf ihr Smartphone starren, besteht kein Grund zur Sorge. Ein regelrechter Hype ist ausgebrochen und hat auch Klosterneuburg voll erfasst. Es handelt sich dabei um das Spiel Pokémon Go, und die Babenbergerstadt hat nicht nur viele von den sogenannten „Arenen“ und „Hotspots“ zu bieten, ein Klosterneuburger hat eine besondere Verbindung zu den Pokémon: Bernhard Steiner ist Independent Consultant der Pokémon Company und unter anderem für die Go-Markteinführung in Europa zuständig.

„Pokémon haben ganz besonderen Charme“

Schon als Kind war Steiner ein großer Fan der kleinen „Taschenmonster“. Und auch heute schwärmt der Klosterneuburger von den Pokémon: „Egal, ob man, wie ich, seit 1999 dabei ist, Quereinsteiger war oder ganz neu dazu kommt – die Kombination aus simpler Geschichte und herzig animierten Monstern hat einen ganz besonderen Charme.“

Die Faszination ist seit den Anfängen 1996 nicht abgebrochen. Mit dem Spiel Pokémon Go hat das Pokémon-Fieber neue Dimensionen angenommen. Denn die Spieler werden selbst zu Trainern, die reale Welt wird zum Territorium von Taubsi, Raupy, Rattfratz und Co.

Pokémon Go erweitert die Wirklichkeit. So kann es vorkommen, dass sich ein wildes Zubat vor dem Stift herumtreibt. Wagner  |  NOEN

Was der Reiz am neuen Spiel ist, erklärt der Klosterneuburger Experte: „Das besonders Coole an Go ist, dass man endlich am eigenen Leib die Geschichte nachempfinden kann, bei der wir als Kind vorm Fernseher mitgefiebert haben.“ Und das realitätsnah: Denn Pokémon Go verwendet die Karten von Google Maps, um die Wirklichkeit zu erweitern. So kann es vorkommen, dass sich die kleinen Taschenmonster in den eigenen Gärten, Parks oder Wiesen herumtreiben. Und genau das macht das Spiel aus, verrät Steiner: „Mobilisieren ist das Stichwort. Die Spieler gehen raus und bewegen sich.“

In den Straßen der Babenbergerstadt kann man dieses Phänomen beobachten. Die Community wächst – und auch Steiner hat Pläne für seine Klosterneuburger Mitstreiter: „Ich bin dabei, für Klosterneuburg eine Tauschbörse hochzuziehen, da dieses Feature in den nächsten Monaten nachgereicht wird.“ Man wird also auch künftig noch viel von den kleinen Taschenmonstern hören.

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