Erstellt am 18. Januar 2016, 13:59

von Martin Gruber-Dorninger

Pythons gesichtet - Zug musste anhalten. Auf Bahndamm wurden zwei Riesenschlangen entdeckt, beide bereits tot. Tierverein geht von bewusstem Akt aus.

Es gibt nichts, das es nicht gibt: In Höflein wurden zwei Gelbe Netzpythons am Bahndamm gefunden, beide tot.  |  NOEN, Foto: Shutterstock/RAYphotographer

Jeden Tag fährt ein Mann mit dem Zug von Wien nach Höflein, so auch vergangenen Dienstag. Er schaute gedankenverloren aus dem Zugfenster und erblickte zwei gelbe „Schläuche“ – das dachte er zumindest.

Als er am Tag darauf an selber Stelle die beiden „Schläuche“ erneut entdeckte, machte er sich nach der Zugfahrt auf Erkundungstour und erkannte, dass es sich um zwei Gelbe Netzpythons handelte. Sofort verständigte er den Klosterneuburger Tierverein, der wiederum schlug Alarm bei Polizei und ÖBB.

Tatsächlich handelte es sich um Netzpythons

„Wir sind gleich mit den Beamten der Klosterneuburger Polizei an den Fundort ausgerückt. Der ÖBB gaben wir auch Bescheid, die für einige Minuten den Zugverkehr an der Franz-Josefs-Bahn anhielt“, erklärte die Obfrau des Klosterneuburger Tiervereins Beatrice Aigner. Tatsächlich handelte es sich um Pythons, die am Bahndamm lagen. „Leider kam für beide jede Hilfe zu spät, sie waren schon tot“, so Aigner.

Die Tierschützerin geht von einer bewussten Tat aus. „Die Tiere sind normalerweise jetzt im Winterschlaf. Sie wurden bestimmt ausgesetzt. Möglicherweise vorher noch getötet“, entdeckte Aigner dicke Autoreifenspuren an den Schlangen. Vom Besitzer der Schlangen fehlt noch jede Spur.